Hilfe für „Hände für Kinder“ e.V.

Die Bürgerschaft unterstützt auf Antrag der GAL den Verein Hände für Kinder e.V. mit 500.000 Euro bei der Errichtung einer Kurzzeitpflegeeinrichtung für schwerstbehinderte Kinder. Die Mittel für den Umbau des ehemaligen Verwaltungsgebäudes Kupferhof in Wohldorf werden aus dem Investitionsfonds des Sonderinvestitionsprogramms Hamburg 2010 (SIP) bereitgestellt.

Das hat die Bürgerschaft gestern bewilligt. Wenn der Umbau abgeschlossen ist, können im Kupferhof bis zu zwölf schwerstbehinderte Kinder über mehrere Tage oder Wochen betreut werden.

Warum die GAL-Bürgerschaftsfraktion den Antrag für das Projekt unterstützt, erklärt Christiane Blömeke, pflegepolitische Sprecherin: „Das Konzept ist überzeugend und einmalig in Hamburg. Die Betreuung schwerstbehinderter Kinder stellt die Familien vor große Herausforderungen. Die intensive Pflege lässt den der Eltern oder Geschwisterkindern wenig Zeit für eigene Aktivitäten. Es ist toll, dass es den Eltern künftig ermöglicht wird, in der wunderschönen Umgebung von Wohldorf mal eine Auszeit zu nehmen und ihr pflegebedürftiges Kind gleichzeitig gut betreut zu wissen.“

Martina Gregersen, Sprecherin für Menschen mit Behinderung der GAL-Fraktion ergänzt: „Es ist uns wichtig, dass auch mehrfach schwerstbehinderte Kinder so normal wie möglich, also bei Eltern und Geschwistern, aufwachsen können. Dafür brauchen die Familien aber Unterstützung. Daher setzt dieses neue Betreuungskonzept auch im direkten Lebensumfeld der betroffenen Familien an und sorgt dort für die so wichtige Entlastung.“

Hintergrund:

Durch die Zusammenarbeit mit der Stiftung „Hamburger Lebenshilfeheime“ kann der Verein Hände für Kinder e.V. das ehemalige Verwaltungsgebäude Kupferhof in Wohldorf von der Stadt Hamburg erwerben. Der Kupferhof besteht aus zwei Gebäuden – dem alten Herrenhaus sowie einem zweigeschossigen Neubau – und soll jetzt für die neue Nutzung umgebaut werden. Geplant sind unter anderem zwölf Räume für die zu betreuenden Kinder. Außerdem Schwesternzimmer, Entspannungs-, Therapie- und Kreativräume, Spielmöglichkeiten sowie Wohnräume für Eltern und Geschwister. Die Gesamtkosten des Umbaus belaufen sich auf rund 1,7 Millionen Euro. Der Verein selbst wird einen Teil der Kosten über Spenden finanzieren. Die Eröffnung des Hauses ist für Anfang 2011 geplant.

Treibende Kraft hinter dem Projekt sind Steffen Schumann und Frank Stangenberg, selbst Väter mehrfach schwerstbehinderter Kinder. Um ihre Projektidee zu verwirklichen, haben sie gemeinsame mit anderen betroffenen Eltern und unterstützenden Freunden im Juli 2008 den Förderverein Verein Hände für Kinder e.V. gegründet.

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