SPD fordert Psycho-Krisendienst

Die SPD-Fachsprecherin für Gesundheitspolitik, Anja Domres, hat sich für einen Krisendienst in Hamburg ausgesprochen, der Hilfe bei psychosozialen und psychiatrischen Extremsituationen gewährleisten soll.

„Qualifizierte Hilfe bei solchen Krisen ist in Hamburg außerhalb stationärer Einrichtungen und außerhalb der üblichen Geschäftszeiten kaum zu bekommen. Insbesondere nachts, an Wochenenden und Feiertagen erfolgen häufig gerichtliche Einweisungen, weil der ärztliche Notdienst nicht über genügend psychiatrische Kompetenz und über Kenntnis alternativer Versorgungsmöglichkeiten verfügt“, begründete die SPD-Bürgerschaftsabgeordnete am Freitag ihren Vorstoß.

Der Krisendienst solle unnötige Krankenhausaufnahmen oder Zwangseinweisungen vermeiden helfen und Menschen bei der Bewältigung aktueller Notsituation unterstützen. „Ziel ist ein regionales Angebot mit mehreren Anlaufstellen innerhalb Hamburgs“, sagte Domres. Die Kontaktaufnahme solle über eine einheitliche Telefonnummer möglich sein, unter der rund um die Uhr Hilfe angeboten wird. „Dafür wird zunächst modellhaft eine Anlaufstelle des Krisendienstes als Pilot eingerichtet. Dieser Modellversuch wird zwei Jahre lang wissenschaftlich begleitet und evaluiert“, so Domres weiter.

Sie verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass psychiatrische Notfälle die dritthäufigste Ursache für Notdiensteinsätze sind.

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