KZ-Gedenkstätte Neuengamme geschändet

Nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Neuengamme e.V. wurde das Mahnmal der KZ-Gedenkstätte am gestrigen Ostermontag mit rechtsradikalen Symbolen und Parolen beschmiert.

„Die Fraktion DIE LINKE ist entsetzt und besorgt über diesen Vorfall. Es ist erschreckend und alarmierend, dass Neofaschisten sich mit ihren menschenverachtenden und volksverhetzenden Parolen immer weiter vorwagen. Die Gefahr und Bedrohung die durch Neonazis verbreitet wird muss deutlich benannt werden. Politik und Zivilgesellschaft müssen entschlossen gegen Rechts vorgehen. Jedes öffentliche Zeichen, so wie am Karfreitag die über 200 Demonstrantinnen gegen die Neonazikonzerte in Moorburg, ist wichtig. Wir unterstützen ausdrücklich die Forderung der Arbeitsgemeinschaft Neuengamme an den Bezirk Bergedorf, Maßnahmen zu ergreifen, dass eine solche Schändung nicht wieder vorkommt“, erklärt Norbert Hackbusch, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und kulturpolitischer Sprecher.

Schockiert und wütend hat auch SPD-Fraktionschef Neumann reagiert. „Die Tat ist ein Beweis geistiger Armut bei ihren Urhebern. Sie ist darüber hinaus beschämend für unsere Stadt“, sagte er. Es sei zu hoffen, dass die Polizei die Täter ermittelt und dass diese zur Verantwortung gezogen werden.

Am Ostermontag hatten Unbekannte nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Neuengamme das Mahnmal der KZ-Gedenkstätte mit Hakenkreuzen und SS-Runen beschmiert. Die Arbeitsgemeinschaft hatte daraufhin die Polizei eingeschaltet, Anzeige erstattet und die Öffentlichkeit über den Vorfall informiert.

Die KZ-Gedenkstätte Neuengamme und besonders das dortige Mahnmal sind ein Ort den viele Menschen aufsuchen, um sich die grausamen Verbrechen der NS-Zeit zu vergegenwärtigen. Für viele und ganz besonders für Überlebende, Angehörige und Hinterbliebene ist es ein Ort des Gedenkens und der Trauer.

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