Warnstreik bei der BARMER

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat Beschäftigte und Auszubildende der BARMER bundesweit zu Warnstreiks aufgerufen. Die zentralen Kundgebungsorte sind am 12. Februar 2020 Berlin, Schwäbisch Gmünd, Wuppertal und KielMehr als 2500 Beschäftigte bundesweit,  darunter viele aus Hamburg, werden dem Aufruf zum Warnstreik am 12.02.2020 folgen und für 7,42 Stunden ihre Arbeit niedergelegen. Damit wollen sie den Forderungen in der laufenden Tarifrunde Nachdruck verleihen.

ver.di fordert für die Beschäftigten und Auszubildenden, die unter den Tarifvertrag mit der BARMER fallen, unter anderem eine deutliche Erhöhung der Gehälter, die Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit sowie eine Fahrkostenunterstützung – in einem Gesamtvolumen von gut 7 Prozent. Außerdem sollen die Ausbildungsvergütungen um 200 Euro angehoben werden.

Die BARMER hatte in der zweiten Verhandlungsrunde am 21. Januar 2020 ein Angebot vorgelegt, welches im ersten Jahr keine lineare Steigerung vorsieht und im zweiten Jahr lediglich die Inflation ausgleicht. Die angebotene Verkürzung der Arbeitszeit von 30 Minuten wöchentlich soll für ein Jahr gelten.

„Insbesondere nachdem die Beschäftigten ihren Beitrag zur Reorganisation der BARMER in den Jahren 2015 bis 2019 geleistet haben und zu jedem Zeitpunkt sicherstellen, dass alle Versicherten mit ihren Anliegen Unterstützung erfahren, ist das vorliegende Angebot nicht akzeptabel und hat nichts mit Wertschätzung zu tun“, betont Sabine Bauer von der Gewerkschaft ver.di in Hamburg.

Sollten die Tarifverhandlungen am 12. und 13. Februar 2020 nicht erfolgreich beendet werden können, ist mit weiteren Warnstreiks zu rechnen.

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