Gümbel: Studieren ohne Abitur wird einfacher

Mit einem heute in der Bürgerschaft beschlossenen Gesetz vereinfacht Hamburg den Hochschulzugang für beruflich Qualifizierte. Erstmals, sagt die GAL, können Menschen mit Berufserfahrung auch ohne Abitur ein Studium in einem Fach aufnehmen, das nicht direkt mit ihrer Ausbildung zusammenhängt. Mit dieser Regelung gehe Hamburg über die Empfehlungen der Kultusministerkonferenz hinaus. Dass es – bis zu ihrer Abschaffung durch den Beust-Senat – in Hamburg die HWP gab, blendet die GAL offenbar aus.

Eva Gümbel, die wissenschaftspolitische Sprecherin der GAL-Bürgerschaftsfraktion, sagte dazu: „Nach der neuen Regelung können an Hamburger Hochschulen beispielsweise Automechaniker ohne Abitur Philosophie studieren, eine Krankenschwester kann sich im Fach Maschinenbau einschreiben. Sie müssen ihre Studierfähigkeit nur in einer Eignungsprüfung nachweisen.“

Viele Fachleute warnen vor einem drohenden Fachkräftemangel. Der demographische Wandel und die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt machen daher einen Ausbau von Bildungsangeboten und Qualifizierungsmaßnahmen auf allen Stufen erforderlich. Eva Gümbel erklärt: „Wir wünschen uns, dass möglichst viele Menschen von diesem erweiterten Angebot Gebrauch machen und dass dadurch die Zahl der Studentinnen und Studenten ohne Abitur deutlich steigt. “

Das heute beschlossene Gesetz enthält im zweiten Teil auch neue Regelungen zur Weiterentwicklung des Bachelor-Master-Studiensystems. So werden die Hochschulen ermächtigt, übermäßige Prüfungslasten zu reduzieren. Durch die Umkehr der Beweislast bei der Anerkennung von Studien- und Prüfungsleistungen wird zudem die Mobilität der Studierenden vereinfacht. Außerdem soll die vorläufige Zulassung zum Masterstudium erleichtert werden, falls bei Bewerbungsschluss noch nicht alle Zeugnisse vorgelegt werden können.

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