Bahnhöfe, Busse und Bahnen als Wärmestuben?

Eisige Temperaturen, überfüllte Notunterkünfte und Tagesaufenthaltsstätten: Obdachlose sollen Bahnhöfe, Busse und Bahnen gratis als Wärmestuben nutzen dürfen, fordert die Linkspartei.

ie Linksfraktion:
„In Hamburg leben über 1000 Menschen auf der Straße, im alljährlichen Elend des Winternotprogramms stehen rund 350 Schlafplätze zur Verfügung. Tagsüber zwischen neun und 17 Uhr müssen die meisten Notunterkünfte geräumt werden. Die Kapazitäten der Tagesaufenthaltsstätten sind längst erschöpft. In den Massenunterkünften kommt es immer wieder zu Spannungen und Gewalttaten.

In Bremen sind seit dem Wochenende Busse und Bahnen für Obdachlose geöffnet. Wohnungslose können kostenfrei bis Ende Februar zum Aufwärmen mitfahren.“

„Was in Bremen geht, sollte auch in Hamburg möglich sein“, erklärt Cansu Özdemir, sozialpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. „Auch tagsüber droht Obdachlosen der Erfrierungstod, gerade wenn es sich um Menschen handelt, die aufgrund schwieriger Lebensbedingungen ohnehin schon geschwächt sind. In Magdeburg ist bereits der erste Obdachlose erfroren. Das kann auch in Hamburg jederzeit passieren.

Es müssen kurzfristig Lösungen gefunden werden. Der Senat muss den Hamburger Verkehrsverbund gegebenenfalls entsprechende Anweisungen erteilen, falls der HVV seiner besonderen Verantwortung als öffentliches Unternehmen nicht nachkommt.

Möglich wären außerdem die Öffnung der Unterkünfte tagsüber sowie der U-Bahnstationen und Bahnhöfe im innerstädtischen Bereich nachts. Notfalls müssen zusätzliche geeignete Räumlichkeiten angemietet werden, die beheizbar sind und über sanitäre Einrichtungen verfügen.“

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