1. Mai 2008: Gute Arbeit muss drin sein

Mit 23 verschiedenen Veranstaltungen begehen die Gewerkschaften in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern den Tag der Arbeit am 1. Mai. Sie erwarten wie im vergangenen Jahr auch diesmal wieder eine hohe Beteiligung, 2007 hatte der DGB mehr als 35.000 Menschen gezählt. „Die werden wir in diesem Jahr leicht wieder erreichen, vielleicht sogar übertreffen“, sagte der DGB Nord-Vorsitzende Peter Deutschland heute in Hamburg.

Ursache dafür sei, dass immer mehr Menschen die Gewerkschaften und ihre Forderungen wie die nach höheren Löhnen, der Einführung eines Mindestlohnes, einer besseren Absicherung und Betreuung für Arbeitslose und der Gleichbehandlung von Frauen und Männern unterstützen würden. „Gute Arbeit muss drin sein“, lautet denn auch das etwas holperige Motto der Kundgebungen.

Deutschland warb für ein neues Verständnis von „guter Arbeit“, die eine faire Bezahlung ebenso umfasse wie gesunde Arbeitsbedingungen und eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. In den vergangenen Jahren sei vielen Menschen dieses Verständnis systematisch ausgetrieben worden. Deutschland: „Den 1. Mai werden wir nutzen, um diese Aspekte wieder in das öffentliche Bewusstsein zu rücken. Und ihn auch zu einem Tag der Solidarität mit denjenigen machen, die in diesen Tagen etwa im Postbereich, aber nicht nur dort, durch Streiks und andere Aktionen ihre berechtigten Interessen verteidigen.“

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