Zuwanderer: Zwei-Klassen-Betreuung
24. April 2007 |
Anlässlich der heutigen Eröffnung des Hamburger Welcome Center erklärt Nebahat Güçlü, migrationspolitische Sprecherin der GAL-Bürgerschaftsfraktion: „Offenbar möchte der Senat gut qualifizierten Zuwanderern den Service in den Ausländerbehörden nicht zumuten und schafft für sie nun ein eigenes Welcome Center mit besserem Standard.”
” Dieses ist zwar in seiner grundsätzlichen Intention zu begrüßen, man fragt sich jedoch, warum die bestehenden Angebote nicht gezielt verbessert und weiterentwickelt werden“, so Güçlü.
Aus ihrer Sicht führt eine solche künstliche Trennung zu einer Zwei-Klassen-Gesellschaft unter den Migrantinnen und Migranten, anstatt sinnvolle Integrationsarbeit zu leisten. „Wer für die Stadt von Nutzen zu sein scheint, genießt in Zukunft eine privilegierte Behandlung im Welcome Center, alle anderen müssen weiterhin in die Ausländerbehörde. Damit werden Migrantinnen und Migranten in Menschen erster und zweiter Klasse eingeteilt. Das widerspricht jeglichem Verständnis von Integration“, sagt Güçlü.
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