Schulgesetz: Rabe übersieht Fakten

SPD-Bildungsexperte Ties Rabe, selbst im Hauptberuf Gymnasiallehrer, hat kleinere Klassen für Gymnasien gefordert und dabei besonders auf die großen Gymnasialklassen in den Unterstufen verwiesen. GAL-Bildungsexperte Michael Gwosdz weist ihn auf die Empfehlungen der Enquete-Kommission zur Schulreform hin: Die hatte empfohlen, die Klassen der Stadtteilschulen deutlich kleiner zu machen als die der Gymnasien.

Michael Gwosdz, schulpolitischer Sprecher der GAL-Bürgerschaftsfraktion: „Hier zeigt sich wieder einmal, wie vergesslich einige sind. Die Enquete-Kommission hatte unmissverständlich empfohlen, die Klassenfrequenzen in den Stadtteilschulen deutlich gegenüber den Gymnasien zu senken. Erstmals überhaupt werden jetzt Obergrenzen für Klassengrößen im Schulgesetz festgeschrieben. Damit sind sie nicht mehr so einfach den Gezeiten der Haushaltsberatungen ausgeliefert.“

Von einer willkürlichen Benachteiligung der Gymnasien gegenüber der Stadtteilschule könne überhaupt keine Rede sein: „Die Gymnasien profitieren natürlich von homogeneren Klassen und der Vorauswahl der SchülerInnen.“

Die Enquete-Kommission in der vergangenen Legislaturperiode hatte empfohlen: „Die Klassenfrequenzen (Basisfrequenzen) der Stadtteilschulen sollten in der Sekundarstufe I deutlich kleiner ausfallen als an Gymnasien.“ (Drucksache 18/6000, S. 88)

„Rabe ignoriert außerdem, dass die Fünft- und SechstklässlerInnen, die heute an den Gymnasien in großen Klassen sitzen, künftig natürlich auch von den kleinen Klassen an den Primarschulen profitieren werden – keine Klasse über 25, in sozialen Brennpunkten sogar keine Klasse über 20 Kinder!“, so Michael Gwosdz weiter.

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