Mietenspiegel 2017 – SPD: „Bezahlbares Wohnen bleibt wichtigste Aufgabe“

Heute wurde vom Senat der Mietenspiegel 2017 vorgestellt. Er weist einen durchschnittlichen Anstieg der Mieten in Hamburg um 5,2 Prozent aus. Dazu Dirk Kienscherf, Fachsprecher Stadtentwicklung der SPD-Bürgerschaftsfraktion:

„Der weitere Anstieg der Mieten zeigt, wie angespannt der Hamburger Wohnungsmarkt immer noch ist. Damit wird auch deutlich, wie wichtig die rot-grünen Initiativen für bezahlbares Wohnen in der Stadt sind. Wir sind überzeugt: Ohne die umfangreichen Wohnungsbauprogramme der letzten Jahre müssten die Hamburgerinnen und Hamburger noch wesentlich höhere Mieten zahlen. Darum bleibt es die wichtigste Aufgabe unserer Stadtgesellschaft, dem hohen Bedarf an zusätzlichem Wohnraum gerecht zu werden. Nur so vermeiden wir die Entwicklung anderer Städte, in denen sich viele Menschen das Leben nicht mehr leisten können. In Berlin stieg der Mietenspiegel zuletzt um über neun Prozent, in München ist man bereits bei einer Durchschnittsmiete von 11,23 Euro angekommen. In Hamburg ist das Wohnen aufgrund unserer Anstrengungen seit 2011 weiter für alle Einkommensgruppen möglich. Wir sind bundesweit absoluter Spitzenreiter beim Sozialwohnungsbau mit Neubaumieten von aktuell 6,40 Euro pro Quadratmeter. Um den Bestand an geförderten Wohnungen hoch zu halten, haben wir die Zahl der jährlich gebauten Sozialwohnungen seit 2012 vervierfacht. Unabhängig von Sozialbindungen bieten die städtische SAGA sowie die Wohnungsbaugenossenschaften über 260.000 bezahlbare Mietwohnungen an, deren viele Altverträge nicht in den Mietenspiegel einfließen. Hinzu kommen die vielen preisgedämpften 8-Euro-Wohnungen, die jetzt frei finanziert entstehen.“

Kienscherf weiter: „Wir sagen auch ganz klar: Das wichtige Ziel, dass niemand aufgrund zu hoher Wohnkosten aus der Stadt verdrängt wird, rechtfertigt nicht alles. Hamburg bleibt die grüne Metropole am Wasser, mit einem hohen Anteil an Grünflächen in den Stadtteilen, Natur und Landwirtschaft. Jeder Quadratmeter Stadt ist wertvoll – dafür müssen wir das Bewusstsein weiter schärfen. Eine nachhaltige Stadtentwicklung muss auf einer effizienten Flächennutzung beruhen.“

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