Juli: Rund 1.400 Plätze in Folgeunterkünften eröffnet

In Hamburg wurden im vergangenen Monat 791 Flüchtlinge in das bundesweite Verteilungsnetz aufgenommen. Davon verblieben 428 Schutzsuchende in der Hansestadt, 301 Frauen, Männer und Kinder erhielten einen Platz in einer öffentlich-rechtlichen Unterkunft. Die Zahl der Überresidenten ist zum Vormonat von 1.321 auf 845 gesunken.

 

Im Monat Juli wurden im Bezirk Eimsbüttel die Folgeunterkünfte „Alma-Ohlmann Weg“ (ehem. „Hagendeel“) mit 240 Plätzen (1. Bauabschnitt) und „Kieler Straße“ mit 308 Plätzen eröffnet. In Bergedorf wurde zudem die Folgeunterkunft „Binnenfeldredder“ (264 Plätze) belegt, die Fertigstellung hatte sich baubedingt verzögert.

 

Des Weiteren wurde Ende des Monats an der Flughafenstraße/Ohkamp im Bezirk Hamburg-Nord ein Standort mit der Perspektive Wohnen mit 570 Plätzen eröffnet. Bei den Standorten der Perspektive Wohnen handelt es sich um Folgeunterkünfte, die im Standard des „sozialen Wohnungsbaus“ errichtet und später in normale Wohnungen für alle anspruchsberechtigten Hamburgerinnen und Hamburger umgewandelt werden. Sie sollen den Geflüchteten eine Unterbringung in einer sozialverträglichen Wohnform und schnelle Integration ermöglichen.

 

Aktuelle Kapazitäten der Erstaufnahmen und Folgeunterkünfte

Insgesamt sind in Hamburg noch 10 Erstaufnahmen in Betrieb. Dort lebten im Juli (Stichtag: 31.07.2018) 2.253 Menschen. Zum 31.07.2018 gab es 130 Folgeunterkünfte mit 33.628 Plätzen. Die Zahl der Überresidenten, also jener Personen, die länger als ein halbes Jahr in einer Erstaufnahme untergebracht sind, obwohl sie einen Anspruch auf eine Folgeunterkunft haben, liegt bei 845. Im Vormonat waren es 1.321 Personen, Anfang Januar 2017 noch rd. 6.000.

 

Monatliche Entwicklung der Flüchtlingszahlen

In Hamburg wurden im vergangenen Monat 791 Flüchtlinge in das bundesweite Verteilungsnetz aufgenommen. 363 Personen wurden nach dem Königsteiner Schlüssel in andere Bundesländer verteilt. Von den 428 Hamburg zugewiesenen Personen machten 301 einen Unterbringungsbedarf geltend.

 

Die monatliche Entwicklung und das Vorjahresergebnis sind der folgenden Tabelle zu entnehmen:

 

Monat 2018 Schutzsuchende (mit Zuweisungsentscheidung) davon Hamburg zugewiesen darunter mit Unterbringungsbedarf
Januar 706 419 282
Februar 665 387 235
März 678 390 259
April 675 352 210
Mai 713 418 246
Juni 710 363 198
Juli 791 428 301
Summe: 4.938 2.757 1.731
Vorjahreszeitraum 5.015 2.995 1.832

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