Hamburgs Unis platzen aus allen Nähten

Durch die Wehrpflichtreform erwarten Hamburgs Universitäten im nächsten Jahr nach dem Doppel-Abi-Jahrgang 2010 wieder einen Rekordzulauf an Studenten. Aber. Es gibt Alternativen zur Universität.

Wenn ab dem 1. März nächsten Jahres Wehrpflicht und Zivildienst entfallen, werden sich viele junge
Leute wegen fehlender Kapazitäten an den Hamburger Hochschulen alternativ orientieren und in andere Bundesländer abzuwandern versuchen – obwohl es dort ähnliche Probleme geben dürfte.

„Wir sind auf den Ansturm von Absolventen bestens vorbereitet“, erklärt Mirko Knappe, Geschäftsführer der Northern Business School (NBS). So erweiterte die NBS bereits im Oktober dieses Jahres mit dem
„Studienzeitmodell tagsüber“ ihr Lehrprogramm über die klassischen berufsbegleitenden Angebote hinaus. Grund hierfür war die sprunghaft gestiegene Nachfrage nach Studienplätzen, die durch den Doppeljahrgang an Abiturienten hervorgerufen wurde. „Das Studienzeitmodell tagsüber ist eine attraktive Alternative zu
überfüllten Hörsälen. Die kleineren Lerngruppen ermöglichen eine hohe Qualität der Seminare. Damit tragen wir dazu bei, die dringend benötigten Fachkräfte in der Stadt zu halten“, erläutert Mirko Knappe.

Die NBS Northern Business School ist eine gemeinnützige Bildungsinstitution mit Sitz in Hamburg und wurde auf Initiative norddeutscher Unternehmen und Verbände gegründet. Die NBS ermöglicht ein Hochschulstudium über zwei verschiedene Zeitmodelle: Das Studium läuft entweder parallel zum Beruf freitagabends und samstags oder klassisch montags bis freitags tagsüber. Das Studienangebot ist am
konkreten Ausbildungsbedarf der Wirtschaft ausgerichtet und reicht von Betriebswirtschaftslehre, Wirtschaftsinformatik und Business Management über Coffeemanagement, Logistik und Supply Chain
Management sowie Ingenieurwissenschaften Maschinenbau mit Mechatronik bis hin zu Tourismus und Eventmanagement, Immobilienmanagement und Handelsmanagement. In allen Studiengängen vereint die Northern Business School das Beste aus zwei Welten: Die Qualität und Sicherheit der staatlich anerkannten, akademischen Ausbildung und die Service- und Beratungsqualität eines privaten Dienstleistungsunternehmens. Alle Studiengänge an der NBS führen zu einem staatlich anerkannten Hochschulabschluss. Gleichzeitig ist das Studium konsequent auf die Bedürfnisse der Studenten und der
Wirtschaft zugeschnitten – etwa mit kleinen Lerngruppen, einer intensiven Begleitung durch die Dozenten und mit praxisnahen Lehrinhalten.

Ein Gedanke zu „Hamburgs Unis platzen aus allen Nähten“

  1. Gute Alternative sicher, aber was soll es denn kosten? Und apropos „berufsbegleitend“ – die Initiative des Senates, Berufstätige an die Universität zu locken, wird vielleicht durch ganz praktische Dinge zermürbt. Wenn man das einmal erlebt hat, dass selbst ältere Menschen auf den Stufen hocken müssen wie zu Beginn des Wintersemesters jetzt, kann man sich vorstellen, dass ihnen die Feude daran vergeht. Und wer gar die Staatsbibliothek nutzen möchte, muß viiiel Zeit mitbringen. Allein für die Anmeldeprozedur braucht’s manchmal fast eine Stunde, wenn nur ein einziger Mitarbeiter die Schlange abfertigt… Werde sie mal googeln, denn kleine Lerngruppe hört sich auch gut an. Und intensive Betreuung durch den Dozenten braucht’s einfach, wenn grad in jungen Leuten die Faszination am Studieren geweckt werden und die Abbrecherquote runter soll.

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