Elbvertiefung: Ahlhaus kontra Merkel

Bürgermeister Christoph Ahlhaus (CDU) hat die CDU/FDP-Bundesregierung wegen der schleppenden Vorarbeiten zur Elbvertiefung kritisiert: „Ich habe überhaupt nicht den Eindruck, dass der Bund seine Möglichkeiten ausschöpft, dieses Verfahren zu beschleunigen. Das kann ich nicht akzeptieren.“ Vielleicht etwas spät gemerkt, Herr Ahlhaus?

Der Hamburger Hafen sei eine nationale Aufgabe, so Ahlhaus: „Das ist eine Zukunftsfrage für die deutsche Wirtschaft insgesamt. Das müssen endlich mal alle verstehen und an einem Strang ziehen. Mit jedem Monat, den die Elbvertiefung nicht kommt, aber Rotterdam anlaufbar ist, verlieren wir Reeder und Verkehrsströme – und die zurückzuholen, das ist schwer.“

ver.di-Landeschef Wolfgang Rose erklärt dazu: “Es kommt selten vor, dass ein CDU-Bürgermeister eine CDU- Bundeskanzlerin öffentlich kritisiert. Die Union regiert in der Hansestadt seit mehr als neun Jahren. Trotzdem hat sie es nicht geschafft, die fristgerechte und wirtschaftlich notwendige Elbvertiefung hinzubekommen. Über der Elbe schweben schwarze Faulgase, während sich Hamburgs Konkurrenten unter den europäischen Hafenstädten die Hände reiben. Die Beust-und-Ahlhaus-CDU war offensichtlich nicht in der Lage, ihre Berliner Parteifreunde zu beeindrucken. Jetzt, wo eine Wahlniederlage droht, ruft Ahlhaus: Haltet den Dieb. Das irritiert nicht nur Hafenarbeiter und Hafenbetriebe.“

Die Anti-Hafen-Allianz sei offensichtlich: Die niedersächsische Landesregierung wolle nicht vor den Kommunalwahlen im September 2011 über den Elbausbau entscheiden. Die Bundesregierung habe Hamburgs Hafen nicht wirklich auf der Rechnung. Der Senat trödele. Christdemokraten im Regierungsrang führten vor, dass sie im Alltag der maritimen Wirtschaft nicht regierungsfähig seien.

Rose: „Die Folgen der Weltfinanzkrise sind längst noch nicht bewältigt. Deshalb können wir uns Zeitverluste beim Hafenausbau überhaupt nicht leisten, Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplätze leiden darunter. Hamburgs Hafenwirtschaft verträgt keine weitere Verschleppung – sie braucht eine Beschleunigung der Planungs- und Bauarbeiten. Der neue Senat wird die schwierige Aufgabe schultern müssen, schnell einen nationalen Kraftakt zur Beschleunigung der Elbvertiefung auf den Weg zu bringen.“

Ein Gedanke zu „Elbvertiefung: Ahlhaus kontra Merkel“

  1. Was die elbvertiefung angeht haben die Poliker selber Schuld .
    Es werden mehere 10Millionen für die Planung von Hamburger- + Bundesbehörden ausgegeben ohne das der Oellerich HPA oder Osterwald WSD Gerichtsfesteplanung abliefern. Hobbybiologen + andere Kritsche Bürger bringen das Planwerk zu Fall weil die Staatsplaner schlampen. Es ist ein Unding das die Poltik nicht ihre Behörden im Griff hat. Es kann doch nicht angehn das es 3 Planänderungen bedarf um festzustellen das die EU mit eingeschaltet werden muss.
    Osterwald + Oellrich sind so überheblich das die Politik von ihrer Unfähihkeit nix merkt
    Aufgabe der Politik ist die Behörden zu kontrollieren Weisung zu geben.
    Hier liegt das Hauptproblem, die Planer murkesn rum ,die Zeit arbeitet gegen Hamburg + der Hafen kann einpacken.
    Das ist von Beust, Ahlhaus, und Ramsauer sowie des Staatssekretärs Ferlemann Schlud , die nur dumm rum labern. aber real nix tun .
    Also hier wird die Unfähigkeit der Deutschen Politik vorgeführt.
    So wird das nix mit der Elbvertiefung , was mich freut .
    Lieber Gruß Euer
    Pillenpaul

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.