Nino Haratischwili liest aus ihrem ersten Roman „Juja“

Die erfolgreiche Dramatikerin und Regisseurin Nino Haratischwili liest aus ihrem ersten Roman „Juja“ (Verbrecher Verlag) (Longlist für den Deutschen Buchpreis 2010)

Montag, 27. September, 20.00 Uhr
Literaturhaus, Schwanenwik 38

„Rätselhaft schillernd, schön verwirrend und von einem eigentümlichen Sog ist der Debütroman von Nino Haratischwili“ (MISSY MAGAZINE). Ihr Roman bezieht sich auf eine wahre Geschichte und ein Buch mit dem Titel „Eiszeit“ einer
unbekannten französischen Autorin, das in den 70ern zum großen Verkaufserfolg unter Frauen wurde. Das hasserfüllte Buch der jugendlichen Selbstmörderin Saré wirkte wie eine Droge und animierte mehrere Leserinnen zum Suizid. Nun, in der
Jetztzeit, machen sich in Paris einige Menschen auf die Suche nach Saré und fragen sich, was der Verleger, ein grantiger älterer Herr, mit ihr zu tun hatte? Die letzte Selbstmörderin war die Frau des Verlegers. Wie konnte das Buch derart
wirken? Warum gibt es keine Zeugnisse? Hat es eine Jeanne Saré überhaupt gegeben? Auf schwindelerregende Weise beschreibt Nino Haratischwili, welche Bedeutung Geschichten für das Leben haben können.

Nino Haratischwili, geb. 1983 in Tiflis (Georgien), lebt seit 2003 als Theaterund Prosaautorin in Hamburg. Für ihre bisherigen Arbeiten, insbesondere für ihre souverän gebauten, thematisch spannenden und bisweilen schlicht bezaubernden Theaterstücke „Georgia“ und „Liv Stein“ (Verlag der Autoren, 2009), erhielt sie in diesem Jahr den Chamisso-Förderpreis.
„Ihre sprachlich überzeugenden Texte“, schrieb die Jury, „verknüpfen auf eindringliche Art und Weise Politisches und Familiär-Privates und bringen dabei viele Kommunikationsprobleme des Lebens zwischen sehr unterschiedlichen Kulturen auf dramaturgisch einleuchtende Weise zum Ausdruck.

Nino Haratischwilis ungewöhnlich stark entwickeltes Gefühl für Spannung und Rhythmus bewirkt die eigentümliche und faszinierende Sogkraft ihrer Bühnentexte.“ Vor zwei Jahren erhielt Nino Haratischwili den Rolf-Mares-Preis der Hamburger Theater sowie den Hauptpreis des Heidelberger Stückemarktes.
Die Premiere von „Radio Universe“ fand im April auf Kampnagel statt.

Carola Ebeling, Literaturkritikerin, moderiert
Unterstützt von der Robert Bosch Stiftung
Eintritt: Euro 7,-/erm. 4,-
Kartenreservierungen unter:
Telefon 227 92 03 /207 69 037 oder FAX an 229 15 01
oder Mailto: lit@lit-hamburg.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.