Allensbach-Studie: Peinlich für Schwarz-Grün

Die SPD-Bürgerschaftsfraktion hat den CDU-GAL-Senat erneut aufgefordert, die Gebühren für den Besuch der Hamburger Hochschulen abzuschaffen. Die SPD-Fachsprecherin für Hochschulpolitik, Dorothee Stapelfeldt, begründete ihre Forderung mit den Ergebnissen einer Allensbach-Studie, nach der Geldnot in erheblichem Maße junge Leute von der Aufnahme eines Studiums abhält.

„Diese Studie ist peinlich für Schwarz-Grün“, sagte Stapelfeldt. Wenn Hamburgs Wissenschaftssenatorin Herlind Gundelach (CDU) jetzt öffentlich die mangelhafte Information über Stipendienmöglichkeiten beklagt, stelle sie sich ein schlechtes Zeugnis aus. „Denn Senatorin Gundelach hat sich um die Verlagerung der Universität in den Hafen mehr gekümmert als um die Situation der Studierenden“, sagte die SPD-Hochschulexpertin.

Die Allensbach-Studie besagt, dass rund ein Drittel der befragten Studierenden aufgrund von Geldsorgen bereits in den ersten Semestern erwägt, ihr Studium abzubrechen. „Studiengebühren schrecken ab. Es zeigt sich, dass die Entscheidung von CDU und GAL falsch war, an der Campus-Maut festzuhalten. CDU und GAL haben die Studiengebühren nicht abgeschafft, sondern lediglich geringfügig reduziert“, betonte Stapelfeldt.

Stapelfeldt warnte Gundelach davor, sich auch in dieser Frage aus der Verantwortung stehlen zu wollen. „Das Festhalten an den Studiengebühren in Hamburg ist Resultat einer politischen Vorgabe in Richtung der Universität. Universitäts-Präsidentin Monika Auweter-Kurtz ist nicht nur an ihren Führungsdefiziten gescheitert, sondern auch an den politischen Vorgaben Gundelachs“, sagte Stapelfeldt. Gundelach habe die Universität Hamburg öffentlich schlecht geredet und habe aus politischen Gründen einen massiven Ansehensverlust der Hamburger Universität riskiert. Die laufende Auseinandersetzung zwischen Wissenschaftssenatorin und Unipräsidentin drohe die Hamburger Universität im gesamten Bundesgebiet lächerlich zu machen. Die Wissenschaftssenatorin habe Fragen zu beantworten, was ihr Vorgehen bei der offensichtlich bevorstehenden Demission von Auweter-Kurtz betrifft.

Stapelfeldt verwies auf Angaben der Hamburger Universität, nach denen vom Wintersemester 2007 bis zum Sommersemester 2009 fast ein Drittel der Studienanfänger ihr Studium abgebrochen haben. „Wir brauchen Klarheit darüber, was die Gründe dafür sind“, sagte Stapelfeldt.

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