Wersich braucht arbeitsplatzbezogene Fortbildung

ver.di-Landeschef Wolfgang Rose empfiehlt Sozialsenator Dietrich Wersich eine Qualifizierungsoffensive in eigener Sache: „Ein Sozialsenator, der keine soziale Spaltung in Hamburg sieht, braucht dringend eine arbeitsplatzbezogene Fortbildung. Herr Wersich gehört dem Senat seit dem 1. April 2004 an, aber er redet so, als ob er seinen Behördenschreibtisch nur zur Essensaufnahme verlässt: Jeder Besuch in den armen und reichen Stadtteilen Hamburgs müsste ihm die Augen öffnen, wie groß die soziale Not und der perverse Reichtum schon geworden sind.“

Stattdessen fabuliere ein Mitglied des Senats darüber, dass mehr Reichtum weniger Armut bedeute – das sei Zahlenverdreherei auf niedrigstem Niveau.

Rose weiter: „Die amtliche Statistik hat zwar festgestellt, dass jeder Bundesbürger im Durchschnitt über ein Bruttogesamtvermögen von 144.000 Euro verfügt; real aber haben wenige viel mehr und viele nichts als Schulden. Auch deshalb lautet die Gebote der Stunde: Stoppt den Reallohnabbau – die Arbeitnehmer brauchen neue Kaufkraft. Erhebt eine Vermögensteuer – damit die soziale Spaltung überwunden werden kann. Wersichs Äußerungen sind auch deshalb deplatziert, weil die Hamburger Diakonie gerade erst die wachsende Armut thematisiert hat und die Bürger und Politiker für das Problem zu sensibilisieren versucht. Wersich braucht schnell einen Crash-Kurs in Realität!“

Der Senator hatte im Abendblatt bestritten, dass es soziale Spaltung in Hamburg gibt. Um den Artikel lesen zu können:

Senator Wersich: „Armut in Hamburg nimmt nicht zu“

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