Stillhorn: Berliner Taschenspielereien

In Seevetal/Meckelfeld soll mitten im Grünen eine große neue Tank- und Rastanlage an der Autobahn entstehen. Begründung des Bundes: Stillhorn ist angesichts der benachbarten Wohnbebauung zu laut und soll aufgegeben werden. Jetzt kam heraus: Stimmt gar nicht, Stillhorn soll bleiben.

Der Harburger Bundestagsabgeordnete Manuel Sarrazin (GAL) erklärt: „Die Bundesregierung hat mir offiziell bestätigt, dass die Rastanlage Stillhorn nicht komplett geschlossen werden soll. Das ist ein Affront gegenüber den Menschen in Wilhelmsburg und im Landkreis Harburg. Mit der angeblichen Auflösung der Rastanlage Stillhorn wurde Flächenbedarf für eine neue Anlage in Meckelfeld begründet. Jetzt kommt raus, dass die Bundesregierung Stillhorn weiter als LKW-Parkplatz benutzen will. Die Bundesregierung spielt falsch,
agiert falsch! Ich fordere Bundesverkehrsminister Ramsauer ausdrücklich auf, an der ursprünglich geplanten Komplettschließung der Rastanlage Stillhorn festzuhalten.“

Zum Hintergrund:

Die Schließung der Rastanlage Stillhorn war seit langem geplant und wurde unter anderem als Argument für den Bau der neuen Großrastanlage Elbmarsch bei Meckelfeld angeführt. Hintergrund der Schließung Stillhorn war die hohe Lärmbelastung für Kirchdorf-Süd, daher entschied der Bund von einer Erweiterung der Rastanlage abzusehen und weiter südlich nach Ersatzflächen zu suchen. Trotz starken Bürgerprotests ist in Meckelfeld eine neue Großrastanlage geplant. Doch nun teilte das Bundesverkehrsministerium, auf Nachfrage von Manuel Sarrazin, am 4. März 2010 mit, dass Stillhorn nur von einer bewirtschafteten Rastanlage zu einer unbewirtschafteten Rastanlage zurückgebaut werden soll. Das Bundesverkehrsministerium will in Stillhorn weiterhin alle LKW-Stellplätze erhalten, was keine ernsthafte Entlastung der Region bedeutet.

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