Fahrrad-Demo gegen Moorburg-Trasse

Die Bauarbeiten an der Vattenfall-Fernwärmeleitung durch Wilhelmsburg und Altona haben begonnen. Damit ist der Auftakt für
eine Großbaustelle gemacht, die über Jahre Tausende von AnwohnerInnen belasten wird, meint die LINKE und ruft zur Teilnahme an einer Fahrrad-Demo gegen den Bau der Trasse auf.

Viele Parks entlang der Strecke werden nach Ansicht der LINKEN in den nächsten Jahren nicht benutzbar sein. Über 300 zum Teil sehr alte Bäume würden für Vattenfall gefällt. Mit der Vattenfall-Trasse wird das umstrittene Kohlekraftwerk Moorburg an das Hamburger Fernwärmenetz angeschlossen.

„Die grüne Umweltsenatorin hat den Bau der Trasse ohne jede Bürgerbeteiligung klammheimlich genehmigt. Wir fordern sie auf,
unverzüglich ein öffentliches Planfeststellungsverfahren einzuleiten und die vielen Tausend betroffenen Bürger und Bürgerinnen zu informieren“, sagt Dora Heyenn, LINKE-Fraktionsvorsitzende und umweltpolitische Sprecherin. „Der Senat muss ab sofort jede Kooperation mit Vattenfall einstellen, von den Umweltpartnerschaften bis zu den Cyclassics. Hamburg lebt besser ohne Vattenfall.“

„Jetzt trägt Vattenfall den Klimawandel direkt vor unsere Haustür“, kritisiert Jan van Aken, Spitzenkandidat der Hamburger LINKEN für den Bundestag. „Ob mit oder ohne Auskoppelung von Fernwärme: Moorburg bleibt einer der größten Klimakiller in Deutschland. Die Schrottreaktoren und Kohlekraftwerke von Vattenfall bedrohen unser aller Zukunft. Deshalb wollen wir Vattenfall ganz abschalten und dafür sauberen, bezahlbaren Strom und Fernwärme aus öffentlicher Hand.“

Die LINKE fordert einen Ausstieg aus der Atomenergie innerhalb der nächsten Wahlperiode und ist gegen den Neubau von Kohlekraftwerken. Dezentrale Blockheizkraftwerke, die gleichzeitig Strom und Wärme liefern, sind klimafreundlicher und sicherer.

Die LINKE ruft mit auf zu einer Fahrrad-Demonstration entlang der Vattenfall-Trasse in Altona. Treffpunkt ist am kommenden Sonnabend, 22. August, 16:00 auf dem Bernstorffstraßenfest.

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