Erschreckender Rückgang der Ausbildungsplätze

Die SPD-Fraktion ist besorgt über den erschreckend hohen Rückgang der abgeschlossenen Ausbildungsverträge von 9,3 Prozent. Bundesweit belief sich der Rückgang nur auf 8,2 Prozent. Besonders hohe Einbußen mussten die für Hamburg wichtigen Bereiche Groß- und Außenhandel (-18 Prozent), Güterverkehr (-26) und Seeschifffahrt (-20 Prozent bundesweit) hinnehmen.

Dazu erklärt Elke Badde, arbeitsmarktpolitische Sprecherin: „Bei diesen Zahlen sind Zweifel angebracht, dass die Wirtschafts- und Finanzkrise keine Auswirkungen auf die Anzahl der bereitgestellten Lehrstellen hat. Die Erklärung ausschließlich bei den angeblich schlechten Hamburger Schülern zu suchen, sehe ich mit Vorsicht.“

Angesichts dieser kritischen Entwicklung sieht die SPD-Fraktion das nächste Jahr mit dem doppelten Abiturjahrgang mit großer Sorge. Die Schulexpertin Ernst fordert: „Alle Beteiligte müssen erhebliche Anstrengungen unternehmen, um den Schulabgängern im Jahr 2010 eine Perspektive anzubieten.

Als erfreulich betrachtet die SPD-Fraktion die Entwicklung, dass die Anzahl der Schüler ohne Hauptschulabschluss abgenommen habe (von 8,2 Prozent 2008 auf 7,8 Prozent 2009) und die Anzahl der Schulabgänger mit Hochschulreife um 5 Prozent zugenommen.

„Durch die wegbleibenden Auszubildenden aus dem Umland, vor allem aus Mecklenburg-Vorpommern, muss sich die Hamburger Wirtschaft verstärkt um die Hamburger Schüler kümmern. Dies wurde in der Vergangenheit vernachlässigt. Die positive Zunahme bei den Abiturienten und der positive Rückgang bei den Schulabbrechern zeigt, dass hier ein großes Potential liegt“, so Ernst.

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