Barmbeker Gymnasium: Jetzt Wohnungen
16. Januar 2010 |
Die Bezirksversammlung Hamburg-Nord hat sich dafür ausgesprochen, das alte Gebäude des ehemaligen Gymnasiums Uhlenhorst Barmbek in der
Osterbekstraße zu erhalten und für Wohnzwecke umzubauen. Ein entsprechender Antrag von GAL und CDU wurde einstimmig beschlossen.
“Das Gebäude ist ein Beleg der Geschichte Barmbek-Süds”, so Martin Bill, stadtentwicklungspolitischer Sprecher der GAL-Fraktion. “Es zu erhalten ist ein Gewinn für das Quartier und städtebaulich sehr reizvoll. Die Lawaetz-Stiftung hat uns plausibel erklärt, wie man das Gebäude erhalten und wirtschaftlich nutzen kann. Ich kann mir gut vorstellen wie viel Charme es hat, wenn eine Baugemeinschaft in ein altes Gymnasium einzieht.”
Bisher wurde argumentiert, dass die schlechte Bausubstanz einem Erhalt des Gebäudes entgegen stehe. Die hohen Sanierungskosten waren der Hauptgrund, die Schule zu schließen. “Bisher ducken sich alle hinter pauschalen Äußerungen – wenn die Bausubstanz so schlecht
ist, dann müssen jetzt Fakten auf den Tisch!” so Bill abschließend.
Zur Historie des Verfahrens:
Das Schulgelände zwischen Brucknerstraße, Mirowstraße, Osterbekstraße und Käthnerort steht – seitdem das Gymnasium geschlossen wurde – leer. Auf Anregung der Bezirksversammlung wurde es in die sogenannte Wohnungsbauoffensive II aufgenommen. In diesem Verfahren hat die SAGA den Zuschlag für das Grundstück bekommen, die auf dem Gelände rund 100-150 neue Wohnungen bauen möchte. Auf Betreiben der Bezirkspolitik soll dabei ein besonders hoher energetischer Standard (Passivhaus) erreicht und vor allem Familienwohnungen gebaut werden. Rund 20% der Wohnungen werden an eine Baugemeinschafte gehen.
Den aktuellen Stand des Verfahrens stellte der Bezirk in einer öffentlichen Veranstaltung am 30. November vergangenen Jahres in der Kulturbühne Bugenhagen vor. Bei dieser Veranstaltung wurde deutlich, dass sich viele Bürgerinnen und Bürger den Erhalt des alten Schulgebäudes (ohne den Nachkriegsanbau) wünschen. Eine Baugemeinschaft und die Lawaetz-Stiftung stellten dar, dass es technisch und wirtschaftlich machbar sei.
Kommentare
2 Kommentare zu “Barmbeker Gymnasium: Jetzt Wohnungen”
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Na, mal sehen, was vom städtebaulichem Reiz des Gebäudes übrig bleibt – nachdem es mit 0,25 m Thermohaut beklebt wurde.
[...] Gute Nachrichten für unser Wohnprojekt: Die Bezirksversammlung Nord will jetzt Wohnungen im ehemaligen Gymnasium Uhlenhorst-Barmbek. (Quelle: hh-heute, Barmbeker Gymnasium: Jetzt Wohnungen) [...]