1200 Kittner-Arbeitsplätze gefährdet

Die IG Metall Küste hat mit Bestürzung auf die drohende Insolvenz der Autohaus-Gruppe Kittner mit Standorten in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern reagiert. Es geht um 1.200 Arbeitsplätze.

„Alle Gläubiger müssen jetzt an einem Strang ziehen. Die Arbeitsplätze dürfen nicht durch Einzelinteressen gefährdet werden“, erklärte Jutta Blankau, Bezirksleiterin der IG Metall Küste. Die Beschäftigten haben in der Vergangenheit erhebliche Opfer durch einen Sanierungstarifvertrag erbracht. Seit 2008 gibt es kein Weihnachtsgeld, kein Urlaubsgeld und keine Lohnerhöhungen. „Eine Sanierung muss auch ohne weiteren Verzicht der Belegschaft möglich sein“, so die Gewerkschafterin. „Nicht die Beschäftigten, sondern das Management und die Banken haben bei der Restrukturierung des Unternehmens versagt.“

Die IG Metall Küste fordert den Erhalt der Unternehmensgruppe und damit die Sicherung von rund 1200 Arbeitsplätzen in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. „Wir sehen gute Möglichkeiten für die Fortführung des Unternehmens. Kittner hat eine hochmotivierte Belegschaft. Die Werkstätten und auch der überwiegende Teil der Autohäuser sind profitabel“, so Bezirksleiterin Blankau. Die Ursachen für die Krise des Unternehmens seien zum Teil hausgemacht. Durch falsche Unternehmensentscheidungen sei ein großer Schuldenberg angewachsen. Probleme gebe es aber auch wegen der insgesamt schwierigen Situation der Kfz-Branche, so Blankau.

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