Jugendhilfe gegen Drogen: Bürgerbegehren scheitert

Die Initiative „Unser Altona“ hat ihr Ziel verfehlt. Die Gewerbetreibenden und Anwohner, die den Umzug der Suchthilfeeinrichtungen ABC und Stay Alive in einen leer stehenden Gebäudekomplex in der Virchowstraße 15 mit einem Bürgerbegehren verhindern wollten, haben nur 4412 gültige Unterschriften sammeln können. Zu wenig für das Zustandekommen eines Bürgerentscheids, denn dafür wären 5615 gültige Unterschriften notwendig gewesen.

Deshalb kann der Träger Jugendhilfe e.V. sich jetzt mit aller Kraft der Umsetzung des Projektes widmen. Ein positiver Vorbescheid der Bezirksverwaltung liegt vor, die Baugenehmigung erfolgt vermutlich in den nächsten Wochen.

In der ehemaligen Gewürzmühle in der Virchowstraße 15 sollen für Menschen, die von illegalen Suchtmitteln abhängig sind, künftig Beratung, Ausstiegshilfen, ärztliche Behandlung, hygienische Drogenkonsumräume sowie Lebenshilfen und -training angeboten werden. In den alten Räumen war dies nur noch eingeschränkt möglich. Die neuen Räumlichkeiten bieten wesentlich mehr Platz und werden modern ausgestattet sein.

Jugendhilfe e.V. ist überzeugt davon, dass es in der Virchowstraße ein gutes Miteinander von Anwohnern, Gewerbetreibenden und Suchthilfeeinrichtungen geben kann und bestehende Strukturen nicht geschädigt werden. Dazu beitragen soll auch der Runde Tisch, an dem Anwohner, ein Amtsvertreter, ein Vertreter der Bezirksversammlung, ein Sachverständiger aus dem Suchtbereich, Polizei und Jugendhilfe e.V. aktuell auftretende Fragen oder Probleme besprechen und Lösungsvorschläge entwickeln.

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