Initiative will Kaltehofe vor Autoverkehr retten

Unter dem Titel „Wasserkunst Kaltehofe“ will die Stadt auf Kaltehofe für gut 6 Mio. Euro einen 14 Hektar großen Event- und Museumspark bauen. Leider hat die Planung einen gewaltigen Haken: Um zahlungskräftiges Publikum anzulocken soll der Kaltehofe Hauptdeich für den Autoverkehr geöffnet werden. Direkt an der Kaltehofe-Villa entsteht ein Parkplatz für 120 Autos und Busse. Die Initiative Hamburgs Wilder Osten meint: Das muss auch anders gehen in der „Umwelthauptstadt Europas 2010“.

Bisher ist der Hauptdeich als Deichverteidigungsweg für Kfz gesperrt. An der Schranke beginnt ein friedliches und erholsames Paradies der Radfahrer, Skater und Spaziergänger. Mit der geplanten Zufahrt am Deich und dem Parkplatz würde das zerstört, was der neue Park eigentlich bewahren und erlebbar machen sollte: Die besondere Atmosphäre und der Zauber von Kaltehofe. Hier droht ein gewachsenes stadtnahes Erholungsgebiet unter die Räder der autogerechten Konsum- und Eventkultur zu kommen. Diese Planung widerspricht den Ergebnissen des Agenda-21-Prozesses, in dem in den Jahren 2004/05 mit Anliegern, Industrie, Politik und Initiativen die Grundzüge für die weitere Entwicklung der Halbinsel bestimmt wurden.

Hamburgs Wilder Osten (HWO) und viele weitere RothenburgsorterInnen protestieren gegen die entsprechenden Planungen. Sie fordern die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt und „Hamburg Wasser“ auf, sie zu revidieren.

HWO hat folgende Petition an die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt und Hamburg Wasser verfasst:

Keine Autos auf Kaltehofe!

Wir protestieren gegen die geplante teilweise Öffnung des Kaltehofe Hauptdeichs für Kfz-Verkehr im Zusammenhang mit dem Landschaftspark „Wasserkunst Kaltehofe“. Ein Parkplatz an der Villa und eine Zufahrt dazu am Deich würde das zerstören, was der neue Park eigentlich bewahren und erlebbar machen sollte: Die besondere Atmosphäre, die Erholsamkeit und den Zauber von Kaltehofe.

Bitte helfen Sie mit Kaltehofe zu retten. Tragen Sie sich als Unterstützer der Petition ein, in dem Sie…

– sich über diese Internetseite online eintragen oder

– sie ausdrucken (hier als PDF), unterschreiben und an die angegebene Adresse senden.

Am Freitag, dem 10. Juli von 14 bis 17 Uhr findet in der Fritz-Köhne-Schule, Marckmannstraße 61, eine Konferenz „Die Zukunft Kaltehofes“ statt.
Die ist eine Verkündungsveranstaltung der Parkplaner und der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. Neben vielen Reden und 40 Minuten Kaffeepause gibt es hier eine halbe Stunde für „Diskussion“. Hier wird Hamburgs Wilder Osten die Gelegenheit nutzen, die Petition „Keine Autos auf Kaltehofe!“ zu übergeben.

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