Hans Erich Nossack und sein Verhältnis zu Hamburg

Susanne Bienwald zeigt ihr preisgekröntes Autorenporträt (Koautor Frank Hertweck) „Innenleben eines Außenseiters“ über Hans Erich Nossack (Büchner-Preisträger des Jahres 1961)

Sonntag, 30. Januar 2011, zur TeaTime 17.30 Uhr
Literaturhaus, Schwanenwik 38
Filmvorführung, Lesung und Gespräch

Hans Erich Nossack wäre heute 110 Jahre alt. Wir erinnern an ihn an seinem Geburtstag mit einem „äußerst stillen Porträt“, das uns einen Schriftsteller nahe bringt, „der kühle Trauer und eine große innere Leere empfunden hat – ein düsterer Denker und Fühler, der die Schatten in seinen Gedichten und Romanen nicht verheimlicht hat.“ (Stuttgarter Zeitung) Susanne Bienwalds und Frank Hertwecks Film ist ein Beitrag zu einem vertieften Verständnis von Autor, Werk und Biografie, den Martin Walser als unendlich gut bezeichnete – „einem feinsten Schwierigen so zur Selbstdarstellung zu verhelfen … das ist das Gelungene an diesem Film“. Dieses herausragende Porträt lief erstmals im Südwest Fernsehen, später u.a. in der ARD und im Abaton Kino. Es ist die „… Annäherung an einen Mann, der auf exemplarische Weise schwierig und zerrissen war. Selbstaussagen, Auszüge aus dem grandios selbstquälerischen …und geradezu bestürzend düsteren Tagebuch, das mit sprachlicher Dichte beeindruckt, dazu die Aussagen jener, die Nossack persönlich kannten – dies alles fügen die Autoren zu einem Porträt zusammen, das unaufdringlich das Interesse für Nossack wiederzubeleben weiß.“ (FAZ).

In seiner Laudatio zur Preisverleihung LiteraVision 2002 sagte Christoph Buchwaldt: „Die Autoren Susanne Bienwald und Frank Hertweck schaffen es … Nossacks schriftstellerischen Rang und seinen äußerst skeptischen Blick auf Zeit, Epoche, Literatur … ebenso beeindruckend ins Bild zu setzen wie den verschlossenen, radikalen Selbstzweifler.“

Susanne Bienwald studierte Philosophie, Germanistik, Romanistik und Soziologie in Berlin und in Hamburg. Nach div. Auslandsaufenthalten und einem kurzen Zwischenspiel im deutschen Schuldienst arbeitet sie seit 2000 als freie Autorin in Hamburg. Sie veröffentlichte zuletzt „Lauter zerrissene Verhältnisse“ – Friedrich Hebbel und Hamburg – und „Nachts auf der Lombardsbrücke“ – ein Buch über die Hassliebe des Autors Hans Erich Nossack zu Hamburg.

Jutta Heinrich moderiert und liest ausgewählte Texte von Hans Erich Nossack

Eintritt: Euro 7,-/erm. 4,-
Kartenreservierungen unter:
Telefon 227 92 03 /207 69 037 oder FAX an 229 15 01
oder Mailto: lit@lit-hamburg.de

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