Zahl der Überresidenten weiter gesunken: Zentraler Koordinierungsstab Flüchtlinge (ZKF) zieht Monatsbilanz
In Hamburg wurden im vergangenen Monat 826 Flüchtlinge in das bundesweite Verteilungsnetz aufgenommen. Davon verblieben 450 Schutzsuchende in der Hansestadt, 271 Frauen, Männer und Kinder erhielten einen Platz in einer öffentlichen Unterkunft. Die Zahl der Überresidenten ist zum Vormonat von 420 auf 352 gesunken.
Im Monat Oktober wurde im Bezirk Wandsbek die Folgeunterkunft „Jenfelder Au“ (ehem. Kelloggstraße) mit 148 Plätzen eröffnet. Darüber hinaus wurde Mitte des Monats in der Oliver-Lißy-Straße (ehem. Hörgensweg) im Bezirk Eimsbüttel ein Standort mit der Perspektive Wohnen mit 324 Plätzen in 73 Wohneinheiten eröffnet. Bei den Standorten der Perspektive Wohnen handelt es sich um Folgeunterkünfte, die im Standard des sozialen Wohnungsbaus errichtet und später in normale Sozialwohnungen für alle anspruchsberechtigten Hamburgerinnen und Hamburger umgewandelt werden. Sie sollen den Geflüchteten eine Unterbringung in einer sozialverträglichen Wohnform und schnelle Integration ermöglichen. Neben den Wohneinheiten im Rahmen der öffentlich-rechtlichen Unterbringung werden am Hörgensweg in zwei Bauabschnitten weitere 787 Wohnungen gebaut, die gleich normale Sozialwohnungen werden.
Aktuelle Kapazitäten der Erstaufnahmen und Folgeunterkünfte
Insgesamt sind in Hamburg noch 9 Erstaufnahmen sowie das Ankunftszentrum in Betrieb. Dort lebten im Oktober (Stichtag: 31.10.2018) 1.442 Menschen. Zum 31.10.2018 gab es 131 Folgeunterkünfte mit 33.907 Plätzen. Die Zahl der Überresidenten, also jener Personen, die länger als ein halbes Jahr in einer Erstaufnahme untergebracht sind, liegt bei 352. Im Vormonat waren es 420 Personen, Anfang 2018 noch rd. 2.300.
Monatliche Entwicklung der Flüchtlingszahlen
In Hamburg wurden im vergangenen Monat 826 Flüchtlinge in das bundesweite Verteilungsnetz aufgenommen. 376 Personen wurden nach dem Königsteiner Schlüssel in andere Bundesländer verteilt. Von den 450 Hamburg zugewiesenen Personen machten 271 einen Unterbringungsbedarf geltend.