Zug der Ideen: Endstation Jungfernstieg

17 Städte besucht, über 15.000 Kilometer Schiene gefahren und Millionen Menschen für den Umweltschutz begeistert: Der Zug der Ideen, Hamburgs Botschafter der Umwelthauptstadt 2011, hat seine Mission erfüllt. Ab 29. September öffnet er noch einmal seine Waggons für drei Wochen auf dem Jungfernstieg.

Das Medienecho war stark. Zehntausende Besucher in Europa haben sich im Zug der Ideen über die Umwelthauptstadt Hamburg informiert – und inspirieren lassen: Bester Beleg ist die „Stadt der Wünsche“. Das Exponat entsteht durch Zusammenwirken der Besucher, indem sie Bauklötze mit ihren Visionen beschriften. Rund 7500 Ideen hat der Zug im Gepäck, allein in Barcelona wurden 900 Wünsche formuliert, in Wien waren es 800, in Marseille 500. Die Top drei: „Mehr Grün“, „Mehr Fahrräder“, „Mehr Ökostrom“. In allen drei Bereichen geht die Umwelthauptstadt bereits mit guten Konzepten voran.

Erstens „Mehr Grün“. Wer Hamburg etwa mit anderen Millionenstädten wie Barcelona oder Paris vergleicht, stellt fest: Hamburg ist grün. Mehr als 16 Prozent der Stadtfläche bedecken Parks und öffentliche Grünanlagen. Mit 31 Naturschutzgebieten ist Hamburg in Deutschland sogar Spitze, der Bundesdurchschnitt liegt bei 3,6. Dennoch erweitert die Umwelthauptstadt ihre grünen Oasen. Derzeit entsteht im Rahmen der internationalen gartenschau hamburg 2013 ein neuer Stadtpark südlich der Elbe. Allein im Jahr als Umwelthauptstadt sollen zu rund einer viertel Million Straßenbäumen noch 2.500 hinzukommen. Die Aktion „Mein Baum – Meine Stadt “ animiert die Hamburger dazu, für ihren Wunschbaum zu spenden.

Zweitens „Mehr Fahrräder“. Das Rad ist das Fortbewegungsmittel in der Stadt der Zukunft. Darin sind sich alle Städte einig, die der Zug der Ideen besucht hat. Insbesondere in Osteuropa gibt es jedoch Nachholbedarf. Warschau, Riga und Tallinn wollen schnellstmöglich ein Radwegenetz aufbauen, auch das Interesse an Leihfahrradkonzepten ist groß Die Hamburger und Hamburgerinnen leben diesen Trend bereits – das StadtRAD Hamburg ist das erfolgreichste Fahrradleihsystem Deutschlands. 100.000 Kunden haben sich seit 2009 registriert, allein 2011 kamen 40 Prozent dazu. Selbst die Fahrradstadt Kopenhagen kann sich etwas abschauen. Zwar führte die dänische Hauptstadt als erste überhaupt ein Leihfahrradsystem ein. Dieses gilt allerdings als veraltet und soll modernisiert werden.

Drittens: „Mehr Ökostrom“. Was ist ein CO2-Fußabdruck? Die Frage beantwortet die Ausstellung den Besuchern. In einigen Ländern, wie etwa Polen, war das Konzept bislang kaum bekannt. Hamburg arbeitet bereits intensiv daran, die städtische Klimabilanz zu verbessern. Etwa mit einem städtischen Ökostromanbieter. „Hamburg Energie“ liefert Strom aus Erneuerbaren Energien, allein 2011 stieg die Zahl der Kunden um 75 Prozent. Südlich der Elbe wird im Rahmen der Internationalen Bauausstellung Hamburg ein Konzept für einen komplett klimaneutralen Stadtteil entwickelt. Ziel dieser und vieler weiterer Aktivitäten ist die Verbesserung des städtischen CO2-Abdrucks: Bis 2020 will Hamburg die Treibhausgasemission um 40 Prozent senken, bis 2050 um 80 Prozent.

Weitere Infos unter: www.umwelthauptstadt.hamburg.de und www.train-of-ideas.net

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