Psychische Belastung durch finanzielle Engpässe, ein körperlich belastenderes Arbeitsleben, ein niedrigerer Bildungsstand und ein fehlendes soziales Netzwerk verkürzen die Lebensdauer: Eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung stellt große Unterschiede bei der Lebenserwartung zwischen Wohlhabenden und Personen mit niedrigem Einkommen fest.
Feiern Menschen in Deutschland ihren 65. Geburtstag, haben Frauen im Durchschnitt noch 20,6 Jahre vor sich, Männer 17,3 Jahre. Allerdings bestehen große Unterschiede zwischen Wohlhabenden und Personen mit niedrigem Einkommen, berichtet die „Apotheken-Umschau“ unter Berufung auf eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung.
Männer sterben im Schnitt fünf, Frauen dreieinhalb Jahre früher. Die Wissenschaftler vermuten, dass beim weiblichen Geschlecht vor allem die psychische Belastung durch finanzielle Engpässe und ein fehlendes soziales Netzwerk die Lebensdauer verkürzen. Bei Männern wirken sich das körperlich belastendere Arbeitsleben von Geringverdienern und ein niedrigerer Bildungsstand ungünstig aus.