Wo die Uni exzellent ist

Die Huldigung von Eliten und besonderen Leistungen gehört schon seit langem zum Wissenschaftsbetrieb: Nun sind die beiden Hamburger Forschungsschwerpunkte Klima und Strukturphysik als „exzellent“ bewertet worden – sie werden mit rund 60 Millionen Euro gefördert.

Beide Hamburger Anträge haben sich in der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern gegen starke bundesweite Konkurrenz durchgesetzt. Wissenschaftssenatorin Dorothee Stapelfeldt gratuliert den Hamburger Wissenschaftlern zu dieser großartigen Leistung und sieht den Erfolg als Beleg für die hervorragende Leistungsfähigkeit der Forschung in Hamburg.

Die Universität Hamburg und ihre Kooperationspartner waren mit beiden beantragten Exzellenzclustern erfolgreich: dem Fortsetzungsantrag des Exzellenzclusters in der Klimaforschung „Climate System Analysis and Prediction – CliSAP“ und einem Neuantrag eines Exzellenzclusters in der physikalischen Strukturforschung, dem „Hamburg Center for Ultrafast Imaging – CUI“.

Stapelfeldt: „Die Gutachter bestätigten, dass beide Exzellenzcluster innovative Forschungsprojekte, exzellente nationale und internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, eine strukturierte Nachwuchsförderung und forschungsorientiert Lehre in einer bisher einzigartigen und zukunftsweisenden Art und Weise vereinen. Dies bestätigt den eingeschlagenen Weg der Schwerpunktsetzung in der Forschung und die Investitionen der Stadt in den Ausbau der Schwerpunkte.“

Die Entscheidung traf am heutigen Tag in Bonn der Bewilligungsausschuss aus Fachexperten, Vertretern der Wissenschaftsorganisationen und den Wissenschaftsministerinnen und –ministern von Bund und Ländern. Alle Anträge waren zuvor in einem eineinhalbjährigen Auswahlverfahren durch internationale Fachgutachter bewertet worden und erhalten für die kommenden fünf Jahre eine finanzielle Förderung durch den Bund und das jeweilige Sitzland.

Das Exzellenzcluster CliSAP ist Kern des KlimaCampus Hamburg, einem Verbund von Universität Hamburg, dem Max-Planck-Institut für Meteorologie, dem Deutschen Klimarechenzentrum, dem Helmholtz-Zentrum Geesthacht sowie weiteren Einrichtungen. Das Forschungsvorhaben beschäftigt sich mit der globalen und regionalen Klimaentwicklung und – vorhersage und untersucht die Wechselwirkung von Klima und Gesellschaft. So geht es z.B. um den gesellschaftlichen Bedarf und Nutzen von Klimawissen, um Forschung zur klimabezogenen Medienberichterstattung und um soziale Auswirkungen des Klimawandels.

Im „Hamburg Center for Ultrafast Imaging – CUI“ haben sich Forschergruppen des Universität Hamburg, des DESY, des CFEL und weiterer Forschungseinrichtungen zusammengeschlossen, um neuartige Erkenntnisse in der Strukturforschung zu gewinnen, z.B. in der Strukturbiologie, Materialforschung oder Nanotechnologie. Dies soll durch neuartige Methoden der Abbildung auf atomarer Ebene an den in Hamburg verfügbaren, weltweit einzigartigen Forschungsgroßgeräten erfolgen, wie Petra III, FLASH und dem ab 2015 operierenden Freien Elektronen-Laser XFEL.

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