Windmessen: Dieser Streit ist schädlich

Hamburg oder Husum? Gemeinsam geht es besser, sagt der DGB Nord und drängt auf eine Kooperationslösung der norddeutschen Bundesländer beim Ausbau der Windenergienutzung. Dazu gehöre auch, dass sich Messegesellschaften an einen Tisch setzen und die Zukunft gemeinsam planen.

„Die Energiewende ist zu wichtig und zu groß, um sich im provinziellen Klein-Klein von Marketingleuten zu verlieren. Nach den Verunsicherungen in der Energiepolitik durch Frau Merkel und Herrn Rösler brauchen wir nicht auch noch hausgemachte Störungen vor Ort. Diese Zukunftsbranche hat alle Chancen, wenn gut zusammengearbeitet und Skeptiker überzeugt werden“, sagte Uwe Polkaehn, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes Nord (DGB), anlässlich der Eröffnung der Husumer Messe WindEnergy 2012.

Der DGB Schleswig-Holstein Nordwest wird während der Husumer Messe inhaltliche Impulse in sogenannten „Mittagsrunden“ setzen. Von Dienstag bis Freitag werden Experten in fünf Diskussionen am Messestand der IG Metall in Halle 2, B 18, Informationen aus erster Hand zu Offshore, Arbeitsplätze, Hafenkooperation, Klimaschutz und Industriepolitik austauschen und über Lösungsansätze beraten. Zu den Teilnehmern gehören Dr. Matthias Hüppauff (WindComm), Frank Schnabel (Geschäftsführer Brunsbüttel / Rendsburg Ports GmbH), Lothar Andreas (Gesamtbetriebsratsvorsitzender der REpower Systems SE), Jörg Kuhbier (Vorstandsvorsitzender der Stiftung Offshore Windenergie), Stefan Kallhoff (Nordmetall), Thorsten Ludwig (Agentur für Struktur- Und Personalentwicklung), Dirk Seifert (Robin Wood) sowie die Gewerkschafter Meinhard Geiken, Stephanie Schmoliner und Kai Petersen (IG Metall), Jürgen Reimer (ver.di) und Uwe Polkaehn (DGB Nord).

Susanne Uhl, Geschäftsführerin des DGB Schleswig-Holstein Nordwest, moderiert die Diskussionsrunden: „Die Windenergiebranche sieht sich selbst als jung, dynamisch und innovativ. Das passt eigentlich wunderbar zu guten Arbeitsbedingungen, fairen Löhnen und Mitbestimmung am Arbeitsplatz. All dies gewährleisten Tarifverträge. Davon aber gibt es leider in der Branche viel zu wenige. Auch dies werden wir auf der Messe zum Thema machen.“

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