….hat die „Schulinspektion“ in dieser Woche eindringlich verdeutlicht: In manchen Klassen wird jetzt „Schulinspektor“ gespielt. Ziel des jeweiligen Inspektors dabei: Möglichst steif in der Ecke sitzen und möglichst unbeteiligt tun.
Die Anweisung an die LehrerInnen war ziemlich klar: Stellen Sie drei leere Stühle auf, sagen Sie nichts, kümmern Sie sich nicht weiter. Schon das funktioniert bei aufgeweckten Kindern natürlich nicht. Veränderungen im Klassenraum einfach so hinnehmen – das wollen sie nicht.
Und dann, irgendwann am Vormittag, geht die Tür auf und ein Mensch im Anzug betritt den Raum. „Das Entbieten der Tageszeit zum Gruß gilt als höflich“ – von dieser Regel hat er offensichtlich keine Ahnung, setzt sich einfach hin.
Die Kinder sehen ihn an, sehen die Lehrerin an: Was will der wohl? Einer fragt die Lehrerin. Die gibt den Rat: „Frag‘ ihn doch selbst!“ Macht der Kleine dann auch. Höflich. Mit einem „Guten Morgen“ vorweg. Verblüffende Antwort: „Ich mache hier die Schulinspektion. Setz Dich bitte wieder hin.“
Schulinspektion – erklärt hat der Mann das nicht. Was die Kinder beobachtet haben, spielen sie jetzt nach: Möglichst steif und stumm in der Ecke sitzen und dabei möglichst gelangweilt schauen. Echte Werbung für die Schulverwaltung……