Das erste Hospiz im Süderelbe-Raum: Eigentlich erwartet man da Lob und Anerkennung. Doch der Projektbetreiber, das Rote Kreuz, bekam jetzt Post von einem Anwohner: Er fürchtet um den Wert seiner Immobilie.
Im Stadtteil Langenbek soll das Haus der Kirchengemeinde vom DRK erworben werden, um daraus ein Heim für Sterbende mit zwölf Pflegeplätzen zu machen, berichtet NDR 90,3. Der Chef des Harburger DRK-Kreiverbandes, Harald Krüger, habe einen Brief eines Rechtsanwaltes erhalten, der einen Anwohner aus der Straße Blättnerring vertritt. Sein Mandant sei mit dem Sterbehospiz nicht einverstanden, heißt es in dem Brief – er befürchte eine Wertminderung seines Grundstückes, so der NDR-Bericht. Wie andere Nachbarn forderte der Anwohner einen Sichtschutzzaun, berichtete Krüger dem Sender.
Das Haus liege ideal in einer ruhigen Gegend, so das DRK, es sei mit Bus und Auto gut zu erreichen und wäre endlich ein Hospiz für den Hamburger Süden. Das DRK will nun das Gespräch mit den Nachbarn suchen: Die Leute müssten lernen, dass das Sterben zum Leben dazu gehört, sagte Krüger 90,3. Auch Harburgs Bezirksamtsleiter Thomas Völsch (SPD) befürwortet das Projekt.