Schwarz-gelb lässt grüßen: Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist von 2010 auf 2012 im Jahresschnitt um rund 12 Prozent zurückgegangen, die Mittel für Bildungs- und Integrationsleistungen sind aber um rund 40 Prozent gekürzt worden. Leittragende sind die Langzeitarbeitslosen.
Bei einem Senatsempfang, gegeben von Hamburgs Erstem Bürgermeister Olaf Scholz, ist heute der Führungswechsel der Stiftung Grone-Schule vollzogen worden. Vorstand Wolfgang Prill (64) scheidet nach acht Jahren an der Spitze des zu den größten deutschen Bildungs- und Personaldienstleistern zählenden Unternehmens Ende April aus. Sein Nachfolger ist seit Januar Achim Albrecht (44), zuvor Geschäftsführer des Berufsfortbildungswerkes des DGB (bfw).
Prill kritisierte: „Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist von 2010 auf 2012 im Jahresschnitt um rund 12 % zurückgegangen, die Mittel für Bildungs- bzw. Integrationsleistungen aber um rund 40 % gekürzt worden. Leittragende sind die Langzeitarbeitslosen. Eine Reihe von ihnen läuft Gefahr, aufgrund geringerer Mittel auf der Strecke zu bleiben und dauerhaft öffentliche Kassen in Anspruch nehmen zu müssen.“
Scholz sagte vor rund 200 Senatsgästen im Hamburger Rathaus, mit Prill gehe ein profunder Kenner des Arbeits- und Bildungsmarktes: „In meiner Zeit als Bundesarbeitsminister – und nicht nur da – wusste ich Sie als Gesprächspartner in Arbeitsmarktfragen überaus zu schätzen.“ Scholz zeigte sich besonders beeindruckt von Prills „zutiefst sozialem Ansporn, Frauen und Männer in schwierigen Lebenssituationen zu unterstützen“.
Heinrich Alt, Vorstand Grundsicherung der Bundesagentur für Arbeit, sagte zur zum 1. April in Kraft tretenden „Instrumentenreform“: „Die Idee der Reform ist nicht das Sparen. Durch mehr Flexibilität und Individualität können wir an den Stärken und Talenten der Menschen wirksamer ansetzen und darauf aufbauen.“
Bei Grone beraten und qualifizieren rund 1.000 angestellte und mehr als 400 freie Mitarbeiter an fast 80 Standorten in elf Bundesländern täglich bis zu 11.000 Teilnehmer (www.grone.de)