Was wird aus der Soulkitchen?

Und schon der nächste Aufreger für Hamburgs Künstlerszene: Die „Soulkitchen“ muss als kultureller Treffpunkt erhalten werden, fordert der Vorsitzende des Kulturausschusses der Bürgerschaft.

Eine der Hauptrollen in dem Film „Soul Kitchen“ von Fatih Akin, spielt eine alte Halle in Wilhelmsburg. Diese Halle ist nach dem bundesweit erfolgreichen Film zu einem Ort der kulturellen Begegnung in Wilhelmsburg geworden. „Wie gestern bekannt wurde, soll nach dem Willen der Finanzbehörde zum Jahresende Schluss damit sein. Den Betreibern der Soulkitchen ist der Vertrag gekündigt worden. Was aus dem Gebäude und dem Gelände werden soll, ist allerdings unklar“, heißt es in einer Pressemitteilung der Linksfraktion. Eine Kleine Anfrage soll nun klären, warum die Stadt ohne Not diesen wichtigen Ort schließen will.

Norbert Hackbusch, kulturpolitischer Sprecher der Linksfraktion und Vorsitzender des Kulturausschusses: „Es scheint, dass die Stadt, auch nach dem Regierungswechsel wenig aus den Erfahrungen der letzten Jahre gelernt hat. Die Soulkitchen ist zu einem kulturellen Treffpunkt in Wilhelmsburg geworden, den die Stadt jetzt grundlos schließen will. Fatih Akin thematisiert in seinem Film Soulkitchen unter anderem genau diese Verdrängung kultureller Freiräume in der Stadt. Nicht umsonst haben er und sein Team sich u.a. das Gängeviertel und das damals noch existierende Frappant in der Großen Bergstraße als Drehorte ausgesucht. Räume wie dieser, in denen vielfältige Kulturarbeit ehrenamtlich organisiert wird, müssen erhalten werden. Warum will die Stadt diesen kulturellen Raum in Wilhelmburg mit einem Federstrich schließen? Diese Frage soll uns der Senat beantworten.“

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