Warnstreiks bei Airbus

Die Airbus-Beschäftigten an den Standorten Hamburg, Bremen, Buxtehude und Stade werden die Arbeit niederlegen: In der Auseinandersetzung um einen Zukunftstarifvertrag für die 16 000 deutschen Airbus-Beschäftigten erhöht die IG Metall Küste den Druck auf die Arbeitgeber.

Die betriebliche Tarifkommission hat Warnstreiks an den vier Standorten Bremen, Buxtehude, Hamburg und Stade beschlossen. „Am Verhandlungstisch kommen wir ohne Druck der Beschäftigten nicht weiter“, erklärten der IG-Metall-Verhandlungsführer Daniel Friedrich und der Airbus-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Johann Dahnken. Viele Beschäftigte seien wirklich sauer.

Über den Zeitpunkt der Warnstreiks entscheidet die IG Metall Bezirksleitung Küste.

Bei den Verhandlungen über einen Zukunftstarifvertrag für die 16 000 deutschen Airbus-Beschäftigten war auch am 26. September 2011 kein Durchbruch erzielt worden. Nach fast zwölf Stunden Verhandlungen beendeten die Arbeitgebervertreter die Verhandlungen. Der Konzern beharrte darauf, die Produktivität jährlich um acht Prozent zu erhöhen und beendete die Verhandlungen. „Das ist unseren Kolleginnen und Kollegen nicht zu zumuten“, erklärten die Verhandlungsführer der Arbeitnehmerseite Johann Dahnken, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats von Airbus Operations, und Daniel Friedrich, IG Metall Bezirk Küste. Der Betriebsrat und die IG Metall waren dem Flugzeugbauer weit entgegen gekommen.

Im Vorfeld der Verhandlungen hatten IG Metall und Gesamtbetriebsrat ein neues Angebot auf den Tisch gelegt. So hat die Arbeitnehmerseite ein Maßnahmenpaket angeboten, mit dem bis 2020 eine Milliarde Euro eingespart werden könnte. Doch trotz dieser Vorschläge konnte keine Einigung erzielt worden. Zwar gibt es bei einzelnen Punkten eine Annäherung, doch für eine Einigung hat es nicht gereicht. „Wir sind dem Unternehmen weit entgegen gekommen und haben Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung von jährlich zwei Prozent angeboten, mit denen nach unserer Berechnung bis 2020 mehr als eine Milliarde Euro eingespart werden kann“, erklärten die Arbeitnehmervertreter nach der Verhandlung.

Seit über einem Jahr verhandeln IG Metall, Gesamtbetriebsrat und die Geschäftsführung von Airbus Deutschland über einen Zukunftstarifvertrag. Die IG Metall fordert eine Beschäftigungsgarantie bis 2020. Die Auftragsbücher des Konzerns sind prall gefüllt. Gerade in der Luft- und Raumfahrtbranche, wo Megaaufträge wie den Langstreckenjets A350 und A320neo abgearbeitet werden, brauchen die Beschäftigten Arbeitsplatzsicherheit.

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.