Löhne einfrieren oder absenken – dazu sagen die Klinikbeschäftigten: Nein. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft die Krankenhausbeschäftigten des Dampkonzerns und der ZSG (Zentrale Service Gesellschaft Damp) zu einem dreitägigen Warnstreik auf. Der Warnstreik beginnt mit der Frühschicht am Mittwoch, auch in der Endo-Klinik.
Auch nach Wegfall der kartellrechtlichen Hindernisse ist der neue Eigentümer der Damp-Gruppe – die Helios GmbH – nicht bereit, an den Verhandlungstisch zurück zu kehren.
Dazu Dr. Oliver Dilcher, ver.di-Verhandlungsführer: „Im Gegenteil, denn auf Betriebsversammlungen in Schleswig stellte die neue Führung klar: Tarifverhandlungen auf der Basis der aktuellen ver.di-Forderungen gibt es nicht. Helios strebe das Einfrieren der Gehälter im klinischen Bereich an und plane offensichtlich eine massive Absenkung der Lohnkosten im Reha-, Therapie- und Servicebereich an.“
„Vor diesem Hintergrund haben wir überhaupt keine andere Möglichkeit, als zu Arbeitskampfmaßnahmen aufzurufen“, so Dilcher.
ver.di fordert: 7,5% mindestens 200,- Euro, 110 % Weihnachtsgeld, Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen.
Darüber hinaus teilt ver.di mit, dass die Tarifkommission der Damp AG beschlossen habe, einen Antrag beim ver.di Bundesvorstand zu stellen, um eine Urabstimmung durchführen zu können. Diese würde dann Mitte April bei den über 4300 Gewerkschaftsmitgliedern in der Damp-Gruppe durchgeführt werden. Mit unbefristeten Streiks wäre dann ab Mitte April zu rechnen.
„Bis dahin haben die neuen Verantwortlichen die Möglichkeit, mit uns Kontakt aufzunehmen und auf unsere vielen Gesprächsangebot adäquat zu reagieren“, sagt Dilcher.
Während des Streiks sind Notdienste vereinbart.
Die Konzernzentrale der Damp Holding befindet sich am Kaiserkai in der Hafencity.