Warnstreik für einen Tarifvertrag bei der DAK

Wie geht die DAK mit ihren Beschäftigten um? Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft die Arbeitnehmer der DAK Gesundheit am Mittwoch, dem 11. April, bundesweit zu einem dreistündigen Warnstreik in der Zeit von 8 bis 11 Uhr auf: Die DAK hatte alle geltenden Tarifverträge zum 31. Dezember 2011 gekündigt.

„Wir erwarten in der Verhandlung am 11. April ein verhandlungsfähiges Angebot und eine angemessene Honorierung der guten Arbeit der Beschäftigten“, forderte ver.di-Verhandlungsführer Hardy Liebrich. „Es liegt in der Verantwortung des Vorstandes der DAK Gesundheit, wohin die Reise geht, denn die jetzt geplanten Warnstreiks sind sonst nur die erste Stufe der Auseinandersetzung“, betonte Liebrich. ver.di fordert für die Beschäftigten eine Einmalzahlung von 1.200 Euro für das Jahr 2011 und eine Anhebung der Gehälter um fünf Prozent zum 1. Januar 2012. Darüber hinaus setzt sich ver.di für die Wiedereinsetzung des Manteltarifvertrages und einen Überleitungs-Tarifvertrag für die Beschäftigten der „alten“ BKK Gesundheit ein.

Hintergrund der Tarifauseinandersetzung ist, dass die DAK Gesundheit alle geltenden Tarifverträge zum 31. Dezember 2011 gekündigt hatte. „Schon seit Anfang 2011 warten die Beschäftigten auf eine Gehaltserhöhung. Wertschätzung sieht anders aus“, kritisierte Liebrich.

Die DAK Gesundheit ist seit der Fusion mit der BKK Gesundheit und der BKK Axel-Springer am 1. Januar 2012 mit circa fünf Millionen Mitgliedern und rund 16.000 Beschäftigten die drittgrößte gesetzliche Krankenkasse.

Insgesamt werden 28 Dienststellen inklusive verschiedener Fachzentren für Mitgliedschaft und Beitragszentren sowie Digitalisierungszentren der DAK Gesundheit zu Warnstreiks aufgerufen. ver.di rechnet mit einer hohen Beteiligung, vor allem am Standort der Hauptverwaltung in Hamburg am Nagelsweg 27 – 31.

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