Warnstreik beim Hamburger Kakaohersteller Barry Callebaut Cocoa

Nach vier Verhandlungsrunden und einem Warnstreik gibt es bislang keine Einigung im Tarifstreit beim Hamburger Kakaohersteller Barry Callebaut. Die Mitarbeiter bei Barry Callebaut in Hamburg haben die Nase voll: Seit März laufen die Tarifverhandlungen über einen neuen Haustarifvertrag für das Unternehmen in Hamburg – bislang ohne Ergebnis. Dabei haben die rund 200 Beschäftigten sowieso seit Jahren unter längeren Arbeitszeiten, weniger Urlaub und geringerem Einkommen zu leiden, als ihre Konzernkollegen im nahen Norderstedt. Der Grund: Die Schweizer Mutterfirma Barry Callebaut erkennt den Tarifvertrag für die norddeutsche Süßwarenindustrie in der Hansestadt bislang nicht an, so die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) Hamburg-Elmshorn.

„Neun Stunden Mehrarbeit pro Monat, kein richtiges Weihnachtsgeld, kein Urlaubsgeld und reduzierte Schichtzuschläge – den Beschäftigten reicht es! Wir fordern deshalb schnellstens eine deutliche Lohnerhöhung von 230 Euro pro Monat und ein echtes Weihnachtsgeld von 100% eines Monatseinkommens. Langfristig gesehen müssen in Hamburg die tariflichen Standards der deutschen Süßwarenindustrie gelten – genauso wie im Norderstedter Werk des Konzerns“, sagt Silke Kettner, die Verhandlungsführerin auf Seiten der Gewerkschaft.

Nach dem die Tarifgespräche nach der letzten Gesprächsrunde, im Juli vom Unternehmen zu nächst für gescheitert erklärt und eine freiwillige Lohnerhöhung angekündigt wurde, soll nun doch am 06.09.2019 weiterverhandelt werden.

„Wir freuen uns, dass wieder gesprochen wird und streben einen Kompromiss am Verhandlungstisch an. Dennoch können wir nicht davon ausgehen, dass wir am 6. September einfach so eine Einigung erreichen werden.“, sagt Silke Kettner.

Deshalb ruft die Gewerkschaft nun am 02. und 03.September 2019 zu einem erneuten Warnstreik auf, um den Druck vor den anstehenden Verhandlungen noch einmal zu erhöhen!

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