Warnstreik bei servTEC

ver.di: Beschäftigte von servTEC GmbH brauchen Anschluss an Lohnentwicklung und moderne Tarifpolitik

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft für Mittwoch, 24. Juli 2019, zu einem Warnstreik bei servTEC GmbH (HAMBURG WASSER Service und Technik GmbH) auf. servTEC ist ein hochmodernes Unternehmen, das als 100%ige Tochter von ‚Hamburg Wasser‘ in den Abwasseranlagen unter der Stadt Glasfaserkabel verlegt.  So modern das Unternehmen, so altbacken die Löhne: die sind für die rund 45 Beschäftigten im Vergleich zum stadteigenen Mutterkonzern viel zu niedrig. Weil die Tarifverhandlungen erheblich stocken, ruft ver.di morgen zum Warnstreik auf.

Achim Czeschka, Gewerkschaftssekretär ver.di Hamburg: „Die Lohnbedingungen liegen unter dem Niveau von ‚Hamburg Wasser‘, das ist der Grund für viele Kolleginnen und Kollegen, zu ‚Hamburg Wasser‘ zu wechseln. Zu einem Unternehmen, das die Stadt mit superschnellem Internet versorgt, würde auch eine moderne Tarifpolitik passen.“

ver.di fordert eine deutliche Lohnsteigerung von 250 Euro im Monat. Dadurch soll in Zukunft auch neues Personal gewonnen und bestehendes Personal gehalten werden. Viele servTEC – Beschäftigte wechseln auch zum Mutterkonzern ‚Hamburg Wasser‘, weil sie dort bessere Lohn- und Tarifbedingungen vorfinden.

servTEC müsse viel stärker in die Entlohnung investieren, meint Achim Czeschka, ver.di Hamburg:

„Ohne die notwendigen Investitionen in das Personal wird servTEC in Zukunft am Markt nicht bestehen und keine Fachkräfte an sich binden können. Anstatt mit ver.di eine zeitgemäße und moderne Tarifpolitik analog zum Mutterkonzern ‚Hamburg Wasser‘ zu vereinbaren (die z.B. ein Wahlmodell „Geld oder Urlaubstage“ vorsieht), hat der Arbeitgeber eine Arbeitszeiterhöhung gefordert und sie in den Verhandlungen mit den Lohnerhöhungen verknüpft. So befeuert der Arbeitgeber die Fluktuation. Moderne Tarifpolitik sieht anders aus.“

Bisher fanden drei Verhandlungstermine statt.

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