Nachdem die zentralen Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst am 1. März in Potsdam ohne das geforderte verhandlungsfähige Angebot der Arbeitgeber endeten, rollt jetzt die erste Warnstreikwelle durch die Republik – am 6. März auch durch Hamburg.
Mit Arbeitsbeginn werden am kommenden Dienstag die Beschäftigten in zahlreichen Betrieben und Verwaltungen in den Warnstreik gehen und zur zentralen Streikkundgebung ab 8 Uhr 30 vor dem Gewerkschaftshaus am Besenbinderhof kommen, wo ein Bühnenprogramm mit Reden und Musik läuft.
Aufgerufen sind die Beschäftigten u.a. bei der Stadtreinigung Hamburg, der Vereinigung Hamburger Kindertagesstätten (beide Mitglied in der Arbeitsrechtlichen Vereinigung Hamburg, AVH), dem Wasser- und Schifffahrtsamt, dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrograpie (Bundesbehörden), bei der Deutschen Rentenversicherung Nord, der Bundesagentur für Arbeit sowie zahlreichen weiteren Einrichtungen und Dienststellen.
In allen diesen Einrichtungen, Behörden und Betrieben ist am Streiktag mit Beeinträchtigungen bei ihrem Dienstleistungsangebot und Verzögerungen bei den Abläufen zu rechnen.
Hamburgs ver.di-Chef Wolfgang Rose macht deutlich, worum es den Beschäftigten in dieser Tarifrunde geht:
„Die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes haben über viele Jahre Extraopfer gebracht. Jetzt ist es höchste Zeit für ordentliche Lohnstei-gerungen auch für sie. Wer faire Löhne blockiert, wird bald auf vollen Mülltonnen sitzen. Die Kampfbereitschaft der Kollegen in allen betroffenen Bereichen ist hoch.“
ver.di fordert für die bundesweit gut zwei Millionen Beschäftigten eine Erhöhung der Entgelte um 6,5 Prozent. Als soziale Komponente soll die Erhöhung mindestens 200 Euro betragen. Die nächsten Verhandlungen sind für den 12./13. März in Potsdam angesetzt.