Nach Zweifeln an der Eignung des Geschäftsführers des Hamburger Instituts für Berufliche Bildung (HIBB) hat die SPD-Bildungspolitikerin Britta Ernst eine Prüfung von Anschuldigungen durch die Bildungsbehörde gefordert. „Die Bildungsbehörde steht in der Verantwortung. Die Vorwürfe gehören aufgeklärt“, fordert Ernst. „Eine solche Führungsposition muss eine kompetente Person ausüben.“
Der neue Geschäftsführer des HIBB, Martin B., soll Ende 2006 bei seinem bisherigen Arbeitgeber, dem Medizinischen Dienst der Krankenkassen in Hessen, wegen Nichtbeachtung des Datenschutzes, des Wirtschaftlichkeitsgebots und der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit dem Personalrat im Konflikt ausgeschieden sein. „Erweisen sich diese Anschuldigungen als richtig, so stellt dies die Qualifikation von Herrn B. erheblich in Frage“, warnte Ernst. „Angesichts der Reform der beruflichen Bildung muss sicher gestellt sein, dass das HIBB nicht unter Personalquerelen zu leiden hat.“ Bisher soll B. keine Erfahrungen mit dem Thema Berufliche Bildung aufweisen können.
Mit einer Kleinen Anfrage will die Bildungspolitikerin jetzt klären, ob die Konflikte des Geschäftsführers mit seinem früheren Arbeitgeber der Bildungsbehörde bekannt waren und wie die Behörde damit umzugehen gedenkt.