Vorschlag: Hilfskräfte in die Kitas

Müssen bald Eltern, die ihre Kleinkinder in die U3-Betreuung geben wollen, damit rechnen, dass ihr Nachwuchs dort über längere Zeit auch von ungelerntem Personal betreut wird? Der Städte- und Gemeindebund bringt den Einsatz von Hilfskräften ins Gespräch.

Trotz des Rechtsanspruchs auf einen Krippenplatz werde es „eine Übergangsphase von ein bis zwei Jahren“ geben, heißt es beim Städte- und Gemeindebund. Angesichts des Erziehermangels schlägt der Verbandspräsident beim Städte- und Gemeindebund NRW, der Bergkamener Bürgermeister Roland Schäfer (SPD) vor, „vorübergehend auch Hilfskräfte im Sozialen Jahr oder aus dem Bundesfreiwilligendienst zu beschäftigen. Dies berichten die Zeitungen der WAZ-Gruppe.

„Ein katastrophaler Vorschlag, der zulasten der Kinder geht“, sagt Heinz Hilgers, Präsident des Kinderschutzbundes. Auch bei anderen Verbänden ist die Sorge groß: „Für eine Übergangszeit wird man punktuell mit Provisorien leben können“, so Thomas Krüger, Präsident des Kinderhilfswerks. Der Einsatz von Hilfskräften dürfe aber nicht „Einstieg in eine Verschlechterung der Standards“ sein. „Für ein Jahr ist das machbar, aber es kann nicht sein, dass ein ganzer Kita-Jahrgang mit Provisorien groß wird.“ Peter Wenzel vom Kita-Zweckverband des Bistums Essen ist empört: „Würde man sich in einen OP-Saal legen, in dem jeder zweite Arzt ungelernt ist?“ Die Bundesregierung will jetzt auf den schleppenden Ausbau reagieren und zusätzliche Mittel bereitstellen, hieß es im Familienministerium. Unklar ist, wie groß die Finanzspritze ausfallen wird – im Gespräch sind mehrere hundert Millionen Euro. In NRW fehlen noch immer 27.000 Plätze für Unter-Dreijährige – gemessen am durchschnittlichen Bedarf. Tatsächlich liegt die Nachfrage in Großstädten aber deutlich höher als in ländlichen Gemeinden. Städtebund-Präsident Schäfer fordert deshalb: „Um allen Eltern, die einen Platz brauchen, ein Angebot zu machen, müsste der Bund rund drei Milliarden Euro zusätzlich ausgeben.“

1 Gedanke zu „Vorschlag: Hilfskräfte in die Kitas“

  1. investiert in eure kinder, aber auch ungelernte die warum auch immer es nie konnten, können grossartige führungspersönlichkeiten sein. wichtig ist die liebe zu kindern und das herz dabei einsetzen, dann können diese menschen sich und die kinder bereichern!!! sie sollten auf jeden fall einbezogen werden, das gefühl und herz für unsere zukunft sollte im vordergrund stehen!!! jutta meier

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