Volkspark: Zu teuer und kein Verkehrskonzept

Die Senatspläne für die Umgestaltung des Altonaer Volksparks sind zu teuer, lösen Verkehrsprobleme nicht und sind zudem noch klimaschädlich, meint die Altonaer SPD.

Hier die Stellungnahme der SPD-Altona:

Die SPD-Fraktion in der Bezirksversammlung Altona hat ihre Vorstellungen für eine Weiterentwicklung des Volksparks vorgelegt. Sie kritisiert, dass der Senat mit seinem „Masterplan“ nach Presseberichten plane, mit zweistelligen Millionenbeträgen Infrastruktur zu finanzieren, ohne die eigentlichen Probleme wie die Verkehrsbelastungen und die marode Trabrennbahn anzugehen.

Dazu Thomas Adrian, SPD-Fraktionsvorsitzender: „Der Volkspark ist mit seinem Waldbestand, seinen Frei- und Spielflächen, mit dem Dahliengarten und dem Schulgarten einzigartig in Hamburg, ohne dass dafür Eintrittsgeld gezahlt werden muss. Gerade dadurch erfüllt der Park seine wichtige soziale Funktion. Viele Bürger wünschen, dass der Park mit diesem Charakter erhalten bleibt und äußern Skepsis über die CDU-Pläne. Auch wir wollen, dass weiterhin Freizeit und Sport im Einklang mit der Natur stattfinden. Die muss jetzt im Vordergrund stehen und nicht der Bau immer weiterer Hallen.“

Kritik äußerte die SPD vor allem an den Parkhäusern, die der Senat mit Steuergeldern bauen lassen will. Thomas Adrian: „Die heutigen Arenen sind unbestritten absolute Aushängeschilder für Hamburg. Neue Sportstättenangebote rund um die Arenen wären jetzt aber nur noch zu Lasten ebenerdiger Parkplätze möglich. Die geplanten Parkhäuser werden die Verkehrssituation in den umliegenden Stadtteilen nicht verbessern, verursachen aber extreme Kosten für die öffentliche Hand, die nicht hinzunehmen sind.“

Adrian erneuerte in diesem Zusammenhang die Forderung nach einer Schienenanbindung der Arenen, wie sie durch eine Stadtbahn möglich wäre. „Dort wäre das Geld sinnvoller angelegt, als auf Parkpaletten, zusätzlich könnte der Senat etwas für den Klimaschutz tun“, so der Fraktionsvorsitzende der SPD.

In ihrem Antrag für die Bezirksversammlung am Donnerstag spricht sie SPD dafür aus, den Masterplan für den Volkspark bis zur Entscheidung über die Zukunft der Trabrennbahn und den Bau eines Autobahndeckels auf Eis zu legen. „Beide Projekte sollen laut Senat in den kommenden Wochen und Monaten entscheiden werden und bieten genügend Raum für ein vernünftiges Flächenmanagement. Die Hektik, die der Senat jetzt an den Tag legt, ist falsch und geht zu Lasten des Volksparks“, so Adrian.

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