Volkspark: Windei als Masterplan verkauft

Die SPD-Bürgerschaftsfraktion hat den heute vorgestellten „Masterplan Volkspark“ als „Windei“ bezeichnet. Der Altonaer SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Jürgen Schmidt sagte, die Vorstellungen des Senats würden den Begriff „Masterplan“ nicht rechtfertigen. „Da fehlt doch einiges“, sagte Schmidt.

So sei völlig unklar, wie es mit der Trabrennbahn Bahrenfeld weitergehen solle – „der Masterplan macht hier keine konkreten Angaben, obwohl ein entsprechendes Gutachten für die Trabrennbahn seit mehreren Monaten vorliegt und unter Verschluss gehalten wird“, sagte Schmidt. Die Ergebnisse eines Gutachtens, dass der Senat ursprünglich für die gesamte Neugestaltung des Volksparks an eine US-amerikanische Firma vergeben hatte – Kosten: 170.000 Euro – finden sich im Masterplan nicht wieder. „Hier sind offensichtlich 170.000 Euro in den Sand gesetzt worden“, sagte Schmidt.

Ein Skandal sei, dass der Senat für den Besuch des Jugend-Spiel-Sport-Treffs Eintritt kassiert werden soll. „Davon ist nie die Rede gewesen“, betonte Schmidt. Unbefriedigend sei nach wie vor die Verkehrsanbindung des Volksparks und der Arenen. „Der Senat hat seine Hausaufgaben nicht gemacht. Von einem so genannten Masterplan kann man mehr erwarten, als das, was der Senat heute vorgestellt hat.“

Die SPD teile darüber hinaus die Auffassung des Naturschutzrats Hamburg, dass der Bornmoor-Park nicht einer einseitigen Nutzung durch Freizeit- und Sportsporteinrichtungen geopfert werden solle. Dieser Teil des Parks sei dicht bewaldet und diene als Brutgebiet für viele Vogelarten.

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