Die Elternkammer Hamburg hat ihren bisherigen Stellvertreter Hans-Peter Vogeler zum neuen Vorsitzenden gewählt. Die bisherige Nummer eins, Dr. Hans-Jürgen Hansen, hatte bei der turnusgemäßen Neuwahl aus persönlichen Gründen nicht erneut kandidiert.
„Für seine mit hohem Arbeitsaufwand verbundene Tätigkeit, die er in schwieriger Zeit übernommen hat, danken Vorstand und Plenum der Kammer Dr. Hansen ausdrücklich“, bilanziert Vogeler.
Von Bildungssenatorin Dinges-Dierig erwartet der neue Vorsitzende mehr Transparenz für Eltern, vor allem hinsichtlich der geplanten neuen Stadtteilschulen. „Wir erleben täglich verunsicherte Eltern, die für ihr Kind die bestmögliche Entscheidung für eine weiterführende Schule treffen sollen“, so Vogeler, „aber dafür fehlen ihnen konkrete Informationen“.
Das sich in Vorbereitung befindliche Zwei-Säulen-Modell bringt erhebliche Veränderungen für einen Großteil der Schülerinnen und Schüler mit sich. „Frau Dinges-Dierig kann und sollte präzisere Vorstellungen davon formulieren, wie Stadtteilschule und Gymnasium demnächst ausgestattet und organisiert sein werden“, fordert der Kammervorsitzende. „Mit ihrer aktuellen Informationspolitik wird sie ihrer Verantwortung für Hamburgs Schülerinnen und Schülern nicht gerecht“.
„Die Schüler sollen auf einen Zug springen, der sich bereits in Bewegung gesetzt hat; wohin die Reise aber geht, bleibt unklar“, kritisiert Vogeler und prognostiziert, dass daher jetzt noch mehr Familien als bislang den Zug steigen werden, dessen Ziel sie vermeintlich kennen: das Gymnasium. Daraus würden sich erhebliche Probleme für die Hamburger Schullandschaft ergeben.
Stellvertretender Vorsitzender der Kammer wurde der ehemalige Sprecher des Landes-Elternausschusses (LEA), Peter Albrecht. Zu weiteren Vorstandsmitgliedern wurden gewählt: Hans Korndörfer, Edda Georgi, Dirk Andersen und Petra Petersen-Griem.
Die Elternkammer vertritt die Interessen der Eltern von rd. 180.000 Schülerinnen und Schülern Hamburgs und berät Bildungsbehörde und Senatorin in allen Fragen der schulischen Bildungspolitik.