100 Jahre alt ist das Haus, aber das gab es noch nie: Großformatige Gemälde im Foyer und den Schaufenstern des Hamburger Gewerkschaftshauses. Aber es ist keine Ausstellung im herkömmlichen Sinn, die einen extra Besuch erfordert, sondern es soll gerade der Alltag eines Gewerkschaftshauses sein, der den Kontakt mit den Bildern, aber auch den besonderen Künstlern herstellt. Ziel ist, dass die Passanten, die normalen Büro-, Bank- und Bildungsbesucher, Mitglieder, Betriebsräte oder Kunden diese Bilder sehen.
Uwe Bender, Karl Ulrich Iden, Werner Voigt und Horst Wässle sind die vier ausstellenden Künstler. Prof. Dr. Wilhelm Hornbostel (Dir. Museum für Kunst und Gewerbe), Rolf Laute (künstlicher Leiter der Ateliergemeinschaft „Die Schlumper“), Wolfgang Rose (Bezirksleiter Ver.di) und Frank Teichmüller (Be60 Kulturverein im Gewerkschaftshaus) sprechen Mittwoch zur Eröffnung. Vom Nachmittag an kann dann jeder Besucher schauen.
Die Schlumper sind in Hamburg eine Institution, aber auch national und sogar international bekannt als Ateliergemeinschaft von künstlerisch tätigen Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen. In zahlreichen Ausstellungen, Berichten und nicht zuletzt durch die Galerie der Schlumper und den Förderverein „Freunde der Schlumper“ sind sie einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Der Kulturverein im Gewerkschaftshaus Be60 möchte die Schlumper, ihre Bilder und ihre Arbeit in den Alltag, in die Normalität holen.