Viele Hamburgerinnen und Hamburger leben allein

Gegenüber den Ergebnissen der letzten Volkszählung 1987 ist die Zahl der Einpersonenhaushalte in Hamburg bis 2011 um rund 85 000 (plus 26 Prozent) auf 409 000 angestiegen. Das geht aus den nun vorliegenden endgültigen Ergebnissen des Zensus 2011 hervor. Damit sind in Hamburg rund die Hälfte aller Haushalte Einpersonenhaushalte, so das Statistikamt Nord. Die Zahl der hinzugekommenen Einpersonenhaushalte entspricht damit in etwa dem Anstieg der Gesamthaushalte, deren Anzahl gegenüber den Ergebnissen der Volkzählung 1987 um rund 85 000 (plus elf Prozent) auf rund 877 000 zunahm. Dagegen ist die Zahl der Drei- und Vierpersonenhaushalte zurückgegangen.

Der Anteil der Alleinlebenden in Hamburg liegt über dem Bundesdurchschnitt. Rund jede vierte Bürgerin bzw. Bürger mit Hauptwohnsitz in der Hansestadt lebt allein. In Deutschland ist es dagegen etwa jeder sechste. Der hohe Anteil an Einpersonenhaushalten in Hamburg spiegelt sich auch in der durchschnittlichen Haushaltsgröße wider. Mit 1,9 Personen pro Haushalt ist Hamburg nach Berlin das Bundesland mit der geringsten durchschnittlichen Haushaltsgröße.
In etwa 28 Prozent der Haushalte leben Paare ohne Kinder (unter 18 Jahren). Rund jeder siebte Haushalt wird von Paaren mit Kindern unter 18 Jahren bewohnt. Der Anteil der Alleinerziehenden-Haushalte mit Kindern dieses Alters liegt dagegen bei etwa fünf Prozent.
20 Prozent der Hamburger Haushalte sind reine Seniorenhaushalte. Damit weist Hamburg im Vergleich der Bundesländer nach Berlin den geringsten Anteil an Seniorenhaushalten auf.

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