In der heutigen Aktuellen Stunde der Bürgerschaft hat die GAL-Bürgerschaftsfraktion das Thema „Dräger kann nicht, Uldall will nicht – Senat vermurkst Wettbewerb um kluge Köpfe“ angemeldet. In der Debatte hielt die wissenschaftspolitische Sprecherin Dr. Heike Opitz dem Senat vor, sich an einem Plagiat des GAL-Leitbildes „Kreative Stadt“ versucht zu haben. Dies sei jedoch missglückt, wie die aktuelle Diskussion um das Senatskonzept „Talentstadt“ zeige.
„Senator Dräger hat in seinem Konzept Marketing mit Inhalten verwechselt. Es fehlt ein umfassender Ansatz, um die Talente und Möglichkeiten der Menschen unserer Stadt zu aktivieren und auch kluge Köpfe von außerhalb anzuziehen“, sagt Opitz.
Von den Ankündigungen nach der Senatsklausur im Mai dieses Jahres, nach denen es einen neuen Behördenzuschnitt und ein Konzept Talentstadt geben sollte, ist nicht viel übrig geblieben. Opitz kritisiert, dass Dräger sich von seinem ehemaligen Arbeitgeber ein Gefälligkeitsgutachten habe erstellen lassen. Die Spitze der Wirtschaftsbehörde nutze diese Schwäche, um zu verhindern, dass ihre Behörde Kompetenzen abgeben müsse. Die Gemeinsamkeiten im Senat seien aufgebraucht. Opitz: „Dräger ist als Prinz Leichtfuß an den Anbetern der Kaimauern gescheitert. Die entdecken nun ihr Herz für die Hochschulen, um Veränderungen zu verhindern.“
Insgesamt sei die Wissenschaftspolitik von Dräger gescheitert. Solange die Frage der fehlenden Master-Kapazitäten an der Universität nicht geklärt sei, eine komplette Generation von Nachwuchskünstlern aus der Stadt vertrieben werde und ein Abbau von Studienplätzen an den öffentlichen Hochschulen stattfinde, sei jedes Konzept des Senates unglaubwürdig. Dazu Opitz: „Talentierte Politik sieht anders aus.“