ver.di weitet Streiks bei Amazon aus

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) weitet die Streiks beim Versandhändler Amazon aus. Die Beschäftigten der Versandzentren in Bad Hersfeld haben beschlossen, dass sie am Montag (2. Juni 2014) mit Beginn der Nachtschicht erneut in einen ganztägigen Streik treten. Das entschied eine Streikversammlung am Samstag. Auch im Versandzentrum Graben bei Augsburg sind die Beschäftigten am Montag mit Beginn der Frühschicht zu einem ganztägigen Ausstand aufgerufen.

Bereits am Freitag und Samstag hatten die Beschäftigten in Leipzig und Bad Hersfeld gestreikt. Insgesamt legten an beiden Tagen jeweils mehr als 600 Beschäftigte die Arbeit nieder. In Graben wird am Montag zum zweiten Mal gestreikt. Die Beschäftigten hatten sich erstmals in der Woche vor Weihnachten als dritter Streikstandort den Arbeitsniederlegungen in Leipzig und Bad Hersfeld angeschlossen.

„Mit der Ablehnung jeglicher Gespräche über einen Tarifvertrag, verweigert Amazon den Beschäftigten Respekt und die notwendige Wertschätzung ihrer Leistung“, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger. „Die Kolleginnen und Kollegen bei Amazon brauchen einen Tarifvertrag, der ihnen Sicherheit und Planbarkeit für existenzsichernde Einkommen und gute Arbeitsbedingungen sowie eine Zukunftsperspektive bietet.“

ver.di hat im April 2013 mit Streikmaßnahmen in den Standorten Leipzig und Bad Hersfeld begonnen und die Belegschaften schon mehrfach zum Streik aufgerufen. Amazon hat die Forderung nach einem Tarifvertrag bisher kategorisch abgelehnt. ver.di setzt die Streiks auch 2014 fort.

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.