Mit Blick auf die Zunahme der Schwangerschaftsabbrüche in Hamburg hat die SPD-Bürgerschaftsfraktion gefordert, eine niedrigschwellige und qualitativ hochwertige Schwangerschaftskonfliktberatung zu gewährleisten.
„Schwangere im Konflikt brauchen schnelle und vor allem multiprofessionelle Hilfe. Wichtig ist eine hohe Qualität der Beratungen, nicht nur im medizinischen und psychologischen Bereich. Häufig sind auch rechtliche und finanzielle Fragen zu klären. Diese Beratung muss in Hamburg aufrechterhalten werden“, sagte die Fachsprecherin für Familienpolitik, Carola Veit, am Dienstag. Hintergrund ihrer Forderung ist die kommende Senatsvorlage für ein Hamburgisches Gesetz zur Förderung von Beratungsstellen nach dem Schwangerschaftskonfliktgesetz des Bundes.
Im Jahr 2006 hatten nach Angaben des Statistikamts Nord 3849 Hamburgerinnen einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen lassen. Am höchsten war den Zahlen zufolge die Quote bei jungen Frauen zwischen 18 und 24 Jahren. Veit betonte, staatliches Handeln könne zwar unmöglich jeden Schwangerschaftskonflikt lösen. Gerade junge Frauen und Paare, die in schwierigen Situationen Nachwuchs erwarteten, dürften von der Stadt nicht alleine gelassen werden.
„Diese Menschen müssen Hilfe bekommen – im Konfliktfall ebenso wie nach der Geburt des Kindes“, sagte Veit. In einer Kleinen Anfrage (siehe Anlage) an den Senat möchte sie jetzt unter anderem wissen, wie sich die Personal- und Sachkosten der Beratungsstellen entwickelt haben und wie die Förderung in Zukunft aussehen soll.