Uni: Spaltung immer schlimmer

Die jetzt ausgewertete Sozialerhebung des Studierendenwerks 2006 bringt es an den Tag: Die erschreckende Ungerechtigkeit im Bildungssystem ist noch schlimmer, als bisher angenommen. Immer weniger Studierende kommen aus „bildungsfernen“ Elternhäusern, über 70 % müssen neben dem Studium für ihren Lebensunterhalt jobben.

In Hamburg stammen immer weniger Studierende aus Elternhäusern mit einem bildungsfernen Hintergrund oder geringem Einkommen. Das wird aus der neuen Sozialerhebung des Studierendenwerkes zur Situation von Studierenden deutlich. Über 70 Prozent müssen neben dem Studium jobben, um sich den Lebensunterhalt in Hamburg leisten zu können.

Dabei beziehen sich die Zahlen auf einen Zeitraum, zu dem es noch keine Studiengebühren gab. Die wissenschaftspolitische Sprecherin der GAL-Fraktion, Dr. Heike Opitz befürchtet, dass die Situation bei den Studierenden sich mittlerweile noch deutlich verschlechtert hat: „Es ist erschreckend, dass die soziale Schere auch bei den Studierenden immer weiter auseinander klafft. Der CDU-Senat hat ohne Rücksicht auf die sozialen Folgen Studiengebühren eingeführt. Statt des wiederkehrenden Eigenlobs von Senator Dräger wäre hier Selbstkritik und ein Konzept zum Gegensteuern angezeigt.“

Senator Dräger hatte seine Hochschulpolitik noch gestern als erfolgreich dargestellt. Die Erhebung des Studierendenwerkes zeigt jedoch, dass sich während der schwarzen Zeit die ungerechte Verteilung der Bildungschancen deutlich verschärft hat und Kinder aus bildungsfernen und einkommensschwachen Familien immer seltener an den Hochschulen zu finden sind.

2 Gedanken zu „Uni: Spaltung immer schlimmer“

  1. was meckert die GAL rum?
    wer kommt den bei der GAL noch aus den unteren Schichten?
    Was ist ein bildungsferner Hintergrund – guter Facharbeiter oder Hilfsarbeiter?

  2. „was meckert die GAL rum?
    wer kommt den bei der GAL noch aus den unteren Schichten?
    Was ist ein bildungsferner Hintergrund – guter Facharbeiter oder Hilfsarbeiter?“

    Es macht nichts aus, ob die Leute von der GAL oder aus den unteren Schichten kommen oder nicht. Tatsache ist, dass die Studiengebühren ungerecht sind, vor allem für Familien die keine gute finanzielle Lage haben. Wer was dagegen tut, macht was richtiges, egal woher er stammt, denn es geht hier um Gerechtigkeit.
    was ist für dich der unterschied zwischen gutem Facharbeiter und Hilfsarbeiter?
    meinst du Hilfsarbeiter haben nicht genügend steuern bezahlt, sodass ihre kinder auch an der uni dürfen?

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